Jugendtreff besser angelaufen als erwartet

Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Die Stimmung ist bestens: Dicht gedrängt sitzen Kinder und Jugendliche um einen Tisch herum, spielen lustiges Personenraten. Jeder bekommt einen Zettel an die Stirn und muss selbst durch Befragen der Mitspieler erraten, welcher Name dort steht. Es wird viel gelacht. So ist es oft im erst Anfang März eröffneten Kinder- und Jugendzentrum „Mittendrin“ in Bestwig.

Bestwig..  Davon konnten sich jetzt die Mitglieder des Bürgerausschusses der Gemeinde Bestwig bei einem Besuch vor Ort überzeugen. Rund ein Jahr lang hat die Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Bestwig brach gelegen. Dank enger Zusammenarbeit der drei katholischen Kirchengemeinden St. Andreas Velmede sowie St. Walburga und Mariä Himmelfahrt in Meschede entstand eine enge Kooperation des Jugendtreffs „Mittendrin“ mit den beiden Mescheder Einrichtungen „Förderband“ und „Haus der offenen Tür (OT). Im ehemaligen Von-Bodelschwingh-Haus der evangelischen Gemeinde residiert nun das „Mittendrin“.

„Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es so gut anläuft“, gestehen die Mitarbeiterinnen Deborah Bongiorno und Kerstin Nemeita. Schon am ersten Tag kamen 30 Kinder in die Räumlichkeiten an der Bundesstraße 170. Aus Bestwig und auch vielen Ortsteilen kommen die meisten Besucher. Bis zu 37 Jungen und Mädchen zwischen 6 und 20 Jahren kommen an drei Tagen pro Woche. Die weitaus meisten Kinder sind zwischen 9 und 14 Jahre alt, die zweitgrößte Gruppe 15 bis 18 Jahre. Das ist nicht immer einfach bei der Programmgestaltung: „Wir versuchen, allen gerecht zu werden.“ Für Deborah Bongiorno und Kerstin Nemeita ist deutlich geworden: „Die Kinder wollen beschäftigt werden und Angebote von uns bekommen.“

„Viele kommen direkt aus der Schule zu uns“, hat sie inzwischen heraus bekommen. Und damit die Kinder sich nicht bis abends nur von Süßigkeiten ernähren, gibt es im „Mittendrin“ inzwischen auch etwas Herzhaftes: „Wir versuchen etwas Warmes anzubieten, soweit es unsere Möglichkeiten hergeben“, sagt Deborah Bongiorno. Gemeinsam mit den Besuchern wurden schon Nudeln mit Tomatensoße gekocht - und natürlich gemeinsam gegessen.

Herzenswunsch der Kinder

Zurzeit mangelt es im „Mittendrin“ noch an allen Ecken an Ausstattung: „Ein großer Tisch fehlt uns, außerdem fehlen Regale“, erzählt Kerstin Nemeita. Immerhin ist das Problem Kühlschrank gelöst - das defekte Gerät wird demnächst gegen ein neues ausgetauscht. Spiele sind Mangelware. Ein Herzenswunsch der Kinder: „Sie hätten gern ein Monopoly.“ Die Kreativwerkstatt, die donnerstags angeboten wird, benötigt dringend Pappe, Papier, Farben, Leinwände und anderes Bastelmaterial. Freuen würden sich Mitarbeiterinnen und Besucher auch über einen Grill, vielleicht ausrangierte, aber intakte Gartenstühle, Spiele wie Boccia oder Badminton, damit auch draußen bei schönem Wetter Aktivitäten stattfinden können. Spenden sind jederzeit willkommen: „Einfach zu unseren Öffnungszeiten vorbei kommen“, betont die „Mittendrin“-Mitarbeiterin.

Gute Beziehung

Nach den ersten Wochen im „Mittendrin“ zieht Kerstin Nemeita eine äußerst positive Bilanz: „Ich bin glücklich darüber, wie wohl sich die Besucher fühlen. Bemerkenswert ist, dass sich schon eine gute Beziehung zu den Kindern entwickelt hat.“ Und noch etwas freut sie: „Die Kinder haben hier so viel Spaß, dass sie teilweise gar nicht nach Hause wollen.“

Die Öffnungszeiten wurden auf Wunsch zahlreicher Besucher bereits geändert. Montags von 14 bis 19 Uhr ist offener Treff für alle. Dienstags von 14 bis 18 Uhr findet der Teenie-Treff für 9- bis 14-Jährige statt, danach von 18 bis 19 Uhr dann offener Treff für alle. Donnerstags ist das „Mittendrin“ ab 15 Uhr geöffnet. Von 16 bis 18 Uhr steht die Kreativwerkstatt auf dem Programm. Von 18 bis 21 Uhr ist dann wieder offener Treff für alle.