Jugendarbeit steht bei DLRG im Vordergrund

Meschede..  Auf ein ruhiges Jahr 2014 blickte die DLRG-Ortsgruppe Meschede bei ihrer Jahreshauptversammlung in der Halle Sauerland zurück. Nach den Jubiläumsfeiern und dem Hochwassereinsatz des Jahres 2013 stand in 2014 die Schwimmausbildung im Vordergrund. Daneben wurden weite Teile der technischen Ausrüstung aktualisiert oder komplett ersetzt.

Zwei neue Tauchgeräte

Vorsitzende Anja Schmidt berichtete vom Anstieg der Mitgliederzahl um 21 auf 458 Personen. 55 Prozent davon sind Kinder und Jugendliche, ein Beweis für die erfolgreiche Jugendarbeit der Ortsgruppe. Zu den Modernisierungsmaßnahmen gehörten die Anschaffungen von zwei neuen Einsatz-Tauchgeräten mit Vollgesichtsmasken, Geräte für den neuen Digitalfunk sowie Ersatz für die Außenbordmotoren von zwei Rettungsbooten.

Einer der beiden war vom Firmengelände einer Bootswerft in Bochum gestohlen worden. Der andere musste aufgrund seines Alters ausgemustert werden.

Ebenfalls in die Jahre gekommen ist die „Fred Wanke“, eines der beiden Boote der Ortsgruppe. Dieses wird zurzeit in einer Werft professionell aufgearbeitet. Die Investitionen im Wert einiger zehntausend Euro konnten unter anderem Dank einer Spende der Brauerei Veltins und einem erhöhten Spendenaufkommen nach dem Elbe-Hochwasser 2013 verwirklicht werden.

Insgesamt 169 Schwimmabzeichen verzeichnete die Leiterin der Schwimmausbildung, Katja Schulte-Valente. „37 Kinder lernten das Schwimmen und schafften ihr Seepferdchen. 16 Jugendliche wurden zu Schnorcheltauchern weitergebildet und können nun die Ausbildung Wasserrettungsdienst beginnen.“ Beim Jugendwettkampf des Bezirks in Sundern belegten abermals die Mädchen-Mannschaften aus Meschede konnten die Pokale aus dem Vorjahr verteidigen.

Der Technische Leiter Einsatz, Ralf Paul, berichtete von ca. 2600 Wachstunden am Hennesee, „bei denen glücklicherweise kein größerer Unglücksfall geschah“. Trotzdem kamen 24 Einsätze zusammen und 846 Übungsstunden. Ein Schwerpunkt dabei war der Aufbau der Strömungsretter-Gruppe, einer neuartigen Gattung von Spezialisten für Hochwassereinsätze und Bergungen aus schnell fließenden Gewässern.

Auch der scheidende Tauchwart der Ortsgruppe, Detlef Graw, berichtete Erfreuliches: Fünf Sporttaucher absolvierten ihre Prüfungen erfolgreich. Ebenso schafften fünf Signalleute ihre Ausbildung und stehen für Notfalleinsätze mit Tauchern bereit.

Der Beauftragte für das Sanitätswesen, Martin Schöllmann, nannte Kurse zum Erwerb oder zur Auffrischung von Erste-Hilfe-Kursen und Lehrgängen zu Sanitätern von insgesamt ca. 160 Stunden Dauer. Als Leiter der Ortsgruppenjugend erinnerte Björn Graw an Aktionen, wie die Jugendwache und Ausflüge zum Bezirks-Jugendtreffen in Amecke oder in das Lagunen-Erlebnisbad in Willingen.

Wahlen

Bei den Wahlen zu Vorstandsämtern wurde der bisherige Stellvertreter Thorsten Gregor zum Tauchwart gewählt.

Bezug nehmend auf einen offenen Brief des Mitgliedes Andre König bedankte sich der Geschäftsführer Werner Hengesbach bei den passiven Mitgliedern dafür, dass sie durch ihre Beiträge die Arbeit der Aktiven überhaupt erst ermöglichen. Dafür gebühre diesem Personenkreis große Anerkennung, die sich in den Ehrungen ausdrücke.

Abschließend dankte Anja Schmidt im Namen des Vorstandes allen Mitgliedern, die im Wachdienst, im Schwimmbad und in der Ausbildung ihre Freizeit der Ortsgruppe zur Verfügung stellen.