Jürgen Lipke will Bürgermeister werden

Daumen hoch: Jürgen Lipke (vorne Mitte) tritt für die SPD als Bürgermeisterkandidat an. Seine Partei nominierte ihn einstimmig.
Daumen hoch: Jürgen Lipke (vorne Mitte) tritt für die SPD als Bürgermeisterkandidat an. Seine Partei nominierte ihn einstimmig.
Foto: Miriam Geck
Was wir bereits wissen
Jetzt ist es amtlich: Die SPD hat für die Bürgermeisterwahl im September Jürgen Lipke ins Rennen geschickt. Es war ein einstimmiges Ergebnis. 27 Sozialdemokraten stimmten beim Nominierungsparteitag für ihn.

Meschede..  Die heiße Phase des Wahlkampfes beginnt für Lipke sechs Wochen vor der Wahl. „Ab dann werden wir intensiv auf den Straßen und in Form von Hausbesuchen tätig.“ Er sei zuversichtlich, dass er mit viel Motivation die Zukunft der Stadt Meschede entscheidend mitgestalten könne. Denn ihm liegen nach eigenen Angaben die Mescheder Bürger am Herzen. Er gesteht sich ein: „Das wird sicher nicht immer ein Spaziergang, aber ich kann die Ärmel hochkrempeln und anpacken.“

Im Rahmen seiner Ziele erachte er es als wichtig, den Bürgern Mitgestaltungsmöglichkeiten in den Bereichen der Stadt - im Sozialen, in den Bereichen Kultur, Umwelt, Energie, Wirtschaft und Arbeit - zu bieten. Des Weiteren will er seinen Blick auch auf den Haushalt der Stadt lenken. Er sehe die Situation dabei durchaus realistisch: „Diese Haushaltslage ist nicht so einfach und mit einer fixen Idee zu lösen. Wir müssen uns klar vor Augen führen, was wir uns leisten können“, sagt er. Weiterhin plädiert Jürgen Lipke dafür, den Schul- und Bildungsstandort Meschede dauerhaft mit dem bestehenden Arbeitskreis zu begleiten. „Wir möchten auf Dauer ein bedarfsgerechtes Schulsystem erreichen.“

Ein bereits laufender Prozess liege in der Erneuerung der Fußgängerzone. Die Anwohner der Ruhrstraße seien diesbezüglich schon auf einem guten Weg. Darüber hinaus wolle er künftig nicht nur in Meschede etwas bewirken, sondern auch die umliegenden Ortsteile stärker mit einbeziehen. Mit dem demografischen Wandel gesteht sich Jürgen Lipke eine Herausforderung ein. Die Lebenserwartung der Menschen steigt und die Geburtenquote stagniert. Das Sauerland gehört zu den stark betroffenen Regionen. Jürgen Lipke stellt sich in der Zukunft Wohnprojekte Alt/Jung oder das „altersgerechte Dorf“ vor. Hier sehe er Potenzial, weil Meschede eine Hochschulstadt sei, in der viele junge Menschen ihr Studium absolvieren.

„Mit beiden Beinen auf dem Boden“

„Ich stehe mit beiden Beinen sehr fest auf dem Boden. Visionen sind erlaubt, aber für Luftschlösser ist in der Politik kein Platz“, stellt er klar. Er finde sich in Willy Brandts Zitat wieder: „ Der beste Weg, die Zukunft voraus zu sagen, ist, sie zu gestalten.“

Der 53- jährige Bürgermeisterkandidat Jürgen Lipke ist in Marl geboren und wohnt seit 1991 in Freienohl. Lipke ist verheiratet und hat drei Söhne und zwei Töchter.

Beruflich war er früher nach zwei Ausbildungen im Verwaltungsbereich tätig. Der weitere beruflicher Werdegang zog ihn zur Polizei. Aktuell ist er in Dortmund als Polizeioberkommissar tätig.

Von 1998 bis 2004 war Lipke als sachkundiger Bürger in der Politik im Bezirksausschuss Freienohl aktiv. Von 2000 bis 2002 war er Ortsvereinsvorsitzender in Freienohl. Lipke ist seit 2004 Mitglied im Rat der Stadt Meschede.

Von 2009 bis Mai 2014 war Lipke Zweiter stellvertretender Bürgermeister in Meschede. Seit 2013 ist er Vorsitzender des SPD Stadtverbandes und seit Juni 2014 Fraktionsvorsitzender.