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Jetzt kommt neues Leben in alte Kneipe

24.01.2015 | 00:11 Uhr

Nuttlar. Viele Jahrzehnte war die Nuttlarer „Domschänke“ ein Sinnbild für Geselligkeit und Gemütlichkeit – zuletzt aber stand die traditionsreiche Kneipe leer. Der Nuttlarer Fisimatentenverein um Philipp Noll, Marius Tillmann und Steffen Eickhoff hat die Räumlichkeiten für dieses Wochenende gemietet, um „Leben in den Ort zu bringen und Generationen zu verbinden“. Der Verein lädt zum zweiten „Fisi-Fest“ seiner noch nicht allzu langen Geschichte ein.

Während in vielen Orten und Gemeinden die Zahl der aktiven Vereine stark rückläufig ist, kann man in Nuttlar derzeit das Gegenteil beobachten. Kurz vor Weihnachten hat der Fisimatentenverein Nuttlar offiziell seine Eintragung beim Amtsgericht beantragt und wartet nun auf die offizielle Bestätigung. „Hiermit wollen wir natürlich auch die Ernsthaftigkeit und Langfristigkeit unseres Engagements unterstreichen“, so der erste Fisimatent Philipp Noll. Gleichzeitig legt der Vorstand aber auch Wert auf eine lockere Struktur. Noll weiter: „Wir versuchen den Mitgliedern keine Verpflichtungen vorzugeben und bewusst viel Gestaltungsspielraum zu lassen.“ So auch beim Montagsumzugs des Schützenfestes, wo die Fisimatenten vergangenes Jahr für zahlreiches Schmunzeln sorgten: Mit weißer Leggings und grüner Zipfelmütze marschierte die Truppe durch den Ort. Die Aktionen kamen so gut an, dass der Verein mittlerweile schon über 150 Mitglieder zählt.

Drei Monate Vorbereitung

Doch nun ist der Blick auf das bevorstehende Fisimatentenfest gerichtet. Drei Monate hat sich der Vorstand ins Zeug gelegt, um die alte „Domschänke“ für das Fest herzurichten: Es wurde aufgeräumt, gestrichen, geputzt und poliert.

Zu Ehren von Oberst Julian Terlohr hat man sich übrigens entschieden, das Fest in der „Domschänke“ zu zelebrieren. Sein Großvater hat die Kneipe einst selbst betrieben – der Ort birgt also eine besondere Nostalgie. Dabei ist der Oberst mit seinen Erinnerungen an die „Domschänke“ aber nicht allein. Philipp Noll weiß: „ Auch viele andere Nuttlarer denken gerne an die verlebten Stunden in der altehrwürdigen Domschänke zurück.“

Das Fest am heutigen 24. Januar soll somit ganz im Sinne des Leitbilds des Vereins ein Fest für Jung und Alt werden, bei dem alle gemeinsam feiern und die Generationen sich einander wieder besser kennenlernen sollen.

Beginn mit Umzug um 14 Uhr

Beginn der Festlichkeiten ist um 14 Uhr mit dem großen Festumzug zu Ehren des Obersten, bevor um 15 Uhr die Eröffnung der „Domschänke“ erfolgt. Anschließend wird beim „Ringen“ um die Oberstwürde ein neuer Oberst gesucht. Auch hierbei agiert der Fisimatentenverein ganz im Sinne seines Leitbilds – und verbietet weder Frauen noch Nichtchristen, die Oberstwürde zu erringen.

Christian Péus

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