Jetzt ist die Ruhr wieder erlebbar

Bürgermeister Ralf Péus, Ortsvorsteherin Adelheid Bamfaste und Friedhelm Koch vom Bau- und Umweltamt (von links) bei der Einweihung des renaturierten „Ruhrgebiets“.Jetzt geht es mit den Nebengewässern weiter.
Bürgermeister Ralf Péus, Ortsvorsteherin Adelheid Bamfaste und Friedhelm Koch vom Bau- und Umweltamt (von links) bei der Einweihung des renaturierten „Ruhrgebiets“.Jetzt geht es mit den Nebengewässern weiter.
Foto: Frank Selter
Was wir bereits wissen
Bereits vor neun Jahren hatte die Gemeinde Bestwig mit der Renaturierung der Ruhr begonnen. Gemeinsam mit der Stadt Arnsberg war sie damit im Jahr 2006 Vorreiter in der Region. „Nach all den Maßnahmen befindet sich die Ruhr in der Gemeinde nun in einem hervorragenden Zustand“, zog Bürgermeister Ralf Péus bei der Eröffnungsfeier des renaturierten „Ruhrgebietes“ gestern ein positives Fazit.

Bestwig..  Mehr als 1,6 Millionen Euro sind in den vergangenen Jahren investiert worden. 20 Prozent der Kosten musste die Gemeinde übernehmen, den Rest hat das Land gefördert. Damit ist die Gemeinde ihrer Verpflichtung nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie nachgekommen, einen „guten ökologischen Zustand der Fließgewässer herbeizuführen“.

Naherholungsgebiet geschaffen

Die Gemeinde habe damit aber nicht nur einen gesetzlichen Auftrag erfüllt und etwas für die Umwelt getan. Durch die Schaffung von Überflutungsräumen habe sie auch zu einem wesentlich verbesserten Hochwasserschutz beigetragen und mit dem Hennenohl mitten im Ort ein schönes Naherholungsgebiet geschaffen, so Péus. „Wir haben die Ruhr wieder erlebbar gemacht“, formulierte es Friedhelm Koch vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde. Ortsvorsteherin Adelheid Bamfaste verlieh in ihrer kurzen Ansprache der Hoffnung Ausdruck, dass im neu geschaffenen Naturparadies Hennen­ohl immer viel Leben und Bewegung herrsche, damit Randalierer erst gar keine Chance hätten, auf dumme Gedanken zu kommen. Denn: Mit 11 000 Euro sind aus dem Leader-Programm im Bereich Velmede zusätzlich Info-Punkte mit Schautafeln, Tische, Bänke, Spielgeräte und ein Insektenhotel finanziert worden.

In den kommenden Jahren wird es nun mit den Nebengewässern weitergehen - etwa am Schlehbornbach in Nuttlar, an der Valme in Ramsbeck und der Elpe in Ostwig, kündigte Péus an.