Internet macht Arpern Probleme

Eigentlich sollten die Arper bereits von der neuen Breitbandverbindung profitieren können – bis ins Haus von Mike Heimes in der Ortsmitte hat es das schnelle Internet aber immer noch nicht geschafft.
Eigentlich sollten die Arper bereits von der neuen Breitbandverbindung profitieren können – bis ins Haus von Mike Heimes in der Ortsmitte hat es das schnelle Internet aber immer noch nicht geschafft.
Foto: Katrin Clemens
Was wir bereits wissen
Trotz ausgebauter Breitbandverbindung scheitert der neue Internet-Anschluss bei vielen Kunden.

Arpe..  Seinen ersten Freischalttermin der Telekom hatte Mike Heimes am 17. April, nichts passierte. Der zweite folgte am 28. April – auch der verstrich ungenutzt, am 19. Mai sollte er dann endlich schnelles Internet bekommen. Das war auch in unserer Zeitung von Stadt und Telekom noch einmal groß angekündigt worden – doch nichts passierte. Da platzte Heimes der Kragen: „Leider funktioniert das trotz tollem Artikel hier noch nicht. Viele Haushalte werden mit verschiedensten Ausreden vertröstet“, ärgerte er sich schriftlich.

Mysteriöse Fehlermeldung

Eine Antwort der Telekom: „ Da ist ein Nimbus-Status eingetragen.“ Eine Antwort mit der der Arper, der sich durchaus als technisch versiert bezeichnet und alles für den Anschluss ans schnelle Internet bereits vorbereitet hat, nur wenig anfangen konnte. „Diese Antwort findet man allerdings häufiger, wenn man in Online-Foren sucht“, sagt er. Auch über die Kunden-Hotline habe er keine Antworten erhalten, wann und wie es weitergehe.

Seine Adresse ist Arpe 89, direkt in der Ortsmitte an der Kirche, bei seinen Eltern schräg gegenüber funktioniert der Anschluss allerdings tadellos. „Die hatten bisher LTE und haben nun einen Neuanschluss.“ Insgesamt kenne er aber mehr Kunden, bei denen es funktioniere, als solche, bei denen es nicht funktioniere.

Auch bei Josef Schörmann vom Amt für Stadtentwicklung haben sich nach unserem Artikel über den gelungenen Breitbandausbau Leser beschwert, dass das Internet eben noch nicht funktioniert.

Reinhard Rohleder, der kommunale Ansprechpartner der Telekom für den Breitbandausbau, sagt dazu, der Anschluss habe den Fehler angezeigt, weil er bereits vor Inbetriebnahme gebucht worden sei. Die Fehler-Meldung sei das genannte „Nimbus-Ticket“. Das habe er nun händisch korrigieren lassen: „Das ist erledigt.“

Geändert hat sich seitdem für Heimes allerdings wieder nichts. „Beim Kundenservice heißt es weiter nur, dass es technische Probleme gebe“, sagt er. Nun wartet er auf seinen mittlerweile vierten Anschalt-Termin: Am kommenden Donnerstag soll es laut Telekom endlich so weit sein.