Integrationspreis ehrt freiwillige Helfer

Marcus Arens (li.), Somaya Qorbanzada (r.) und Andreas Knappstein  aus der Jury übergeben den ersten Preis an Irmgard Beule (v. l.), Barbara Schirm, Roswitha Meier, Elisabeth Weber und Rita Heimes von der Caritas Bad Fredeburg.
Marcus Arens (li.), Somaya Qorbanzada (r.) und Andreas Knappstein aus der Jury übergeben den ersten Preis an Irmgard Beule (v. l.), Barbara Schirm, Roswitha Meier, Elisabeth Weber und Rita Heimes von der Caritas Bad Fredeburg.
Foto: Katrin Clemens
Was wir bereits wissen
Caritas-Konferenz Bad Fredeburg setzt sich für Asylbewerber ein und belegt den ersten Platz. Insgesamt wurden 10 000 Euro vergeben.

Schmallenberg..  Junge Menschen mit Migrationshintergrund willkommen heißen und sie bei der Orientierung am neuen Wohnort unterstützen – das leisten gleich ein Dutzend Initiativen im Schmallenberger Stadtgebiet. Sie hatten sich um den „Integrationspreis 2015“ von Bürgerstiftung und Lions-Förderverein beworben.

Gewonnen haben ihn die Mitarbeiterinnen der Caritas-Konferenz Bad Fredeburg. Sie bekommen 3000 Euro für ihre weitere Arbeit mit den Asylbewerbern im Ort. Die Jury lobte vor allem die Vielzahl der Angebote vom Lauftreff über das Café International bis zum Deutschunterricht. „Die Integration ist eine Schlüsselaufgabe unserer Zeit“, sagte Marcus Arens von der Bürgerstiftung der Stadtsparkasse.

„Die Willkommenskultur ist wichtig, aber was mindestens ebenso wichtig ist, ist eine Kultur der Anerkennung“, sagte Andreas Knappstein im Namen des Lions-Fördervereins. Dieses Ziel erreicht aus Sicht der Jury auch die Caritas-Konferenz Bödefeld, die den zweiten Preis in Höhe von 2000 Euro gewonnen hat. Über einen Scheck in gleicher Höhe durften sich die Mitarbeiter des Jugendtreffs Schmallenberger Sauerland freuen. Jeweils 1000 Euro gingen an Kinderschutzbund und Christine-Koch-Schule, jeweils 500 Euro an TV Schmallenberg und SV Schmallenberg-Fredeburg.

Drohende Abschiebungen

In einer bewegenden Dankesrede hat Ursula Beckmann von der Caritas Bödefeld beschrieben, welche Aufgaben den freiwilligen Helfern im Alltag begegnen. In erster Linie gehe es um praktische Hilfe, aber auch seelische Unterstützung müssten sie oft leisten.

„Wir geben ihnen Hoffnung auf ein besseres Leben in Deutschland – oft nach monatelanger Flucht“, sagte sie. Das sei umso schwerer zu ertragen, wenn Flüchtlinge sie verzweifelt um Hilfe bitten würden, weil ihre Abschiebung nahe.