In der Kloster-Küche wird schon gekocht

Der Bau der Mensa am Gymnasium der Benediktiner nimmt Formen an. Die Küche ist bereits umgezogen, die Schüler helfen beim Einrichten der Mensa.
Der Bau der Mensa am Gymnasium der Benediktiner nimmt Formen an. Die Küche ist bereits umgezogen, die Schüler helfen beim Einrichten der Mensa.
Foto: Ute Tolksdorf
Was wir bereits wissen
Handwerker wuseln durchs Gebäude, stellen hier Tische auf, schließen dort Leitungen an. Selbst die Fenster werden schon geputzt. Am Dienstag, 19. Mai, wird das neue Forum am Gymnasium der Benediktiner offiziell eröffnet.

Meschede..  Der etwa acht Millionen Euro teure Bau vereinigt Mensa, Nachmittagsbetreuung, Abtei-Küche, Schul-Kunstsäle und die Kloster-Gaststätte. Schon jetzt sind Schüler, Eltern und Lehrer mächtig gespannt auf das neue Gebäude, das vor allem ein Lebensort für die Schulgemeinde sein soll.

Küche

Die Küche arbeitet schon, um sich einzuarbeiten, versorgt die alte Mensa, die Gästehäuser und die Klostergemeinschaft im modernen „Cook and Chill“-Verfahren. „Dafür werden die Lebensmittel kurz gegart und dann schnell auf ein Grad heruntergekühlt“, erläutert Pater Werner Vullhorst, der für den gesamten Bereich der Lebensmittel verantwortlich ist. „Der Vorteil ist, dass wir Essen ohne Qualitätsverlust vorkochen können.“ Wichtig sei es, präzise und hygienisch einwandfrei zu arbeiten und die Kühlkette einzuhalten.

Mehrere hundert Menüs könnte die Küche nun servieren. Dafür wirkt sie direkt klein. Platz für Kühl- und Lagerräume hat sie allerdings ausreichend. „Insgesamt hat sich der Raum den Küche, Bäckerei, Konditorei, Wurstküche und Käserei einnehmen, mindestens verdoppelt“, rechnet Pater Werner vor.

Kunsträume

Mensa, Gaststätte und Schulräume wirken hell, großzügig und sind lichtdurchflutet. Im ersten Stock liegen die Kunstsäle und ein Ausstellungsraum, der nur durch eine Glaswand von der Mensa getrennt ist. „Das soll hier immer beleuchtet sein und so auch bei Dunkelheit von außen einen Blick auf die Kunstwerke erlauben“, so Pater Werner.

Mensa

250 Plätze hat die Mensa und steht sowohl den Schülerinnen und Schülern der St.-Walburga-Realschule als auch denen vom Gymnasium der Benediktiner offen. In den letzten Tagen ist das Mobiliar geliefert worden. Die Schüler haben mit angefasst und die Stühle hereingetragen. An edlen Nussbaumtischen aus der Klostertischlerei wird in Zukunft gegessen. Pater Werner hat keine Angst, dass dort schon bald irgendwelche Kritzeleien die Tische verschandeln. „Schüler wissen Hochwertiges durchaus zu schätzen.“

Für sie soll das neue Forum ein echter Aufenthaltsraum sein. „Die Mensa ist von 7 Uhr an geöffnet, damit auch die, die ohne Frühstück aufgebrochen sind, hier frühstücken können.“ Mittags können sich alle ihr persönliches Menü aus verschiedenen Komponenten zusammenstellen.

Bezahlung per Scheckkarte

Die Essen sollen nicht teurer werden. An Getränken gibt es Wasser aus dem Spender gratis, die übrigen Getränke und das Essen werden über eine Scheckkarte bezahlt. „Nur Cola muss mit Münzgeld extra bezahlt werden“, sagt Pater Werner und schmunzelt.

Abtei-Gaststätte

Bis 14.30 Uhr ist die Mensa in Schülerhand - „das sind unsere Gäste, vor allem ihnen wollen wir etwas Gutes anbieten“ - anschließend steht sie für die Bewirtung von Gruppen und für Veranstaltungen zur Verfügung. Dazu gibt es angrenzend die Abtei-Gaststätte, die auch den ganzen Tag für Gäste geöffnet ist.

Nachmittagsbetreuung

Am Nachmittag und für die Übermittagbetreuung verziehen sich die jüngeren Schüler ins Untergeschoss. Sie haben in ihrem Reich einen Snoozle-Raum, Platz zum Spielen, Kickern und Tischtennisspielen mit einem eigenen Ausgang auf den unteren Schulhof. Auch die Schulsozialarbeiterin hat dann dort ihr Büro.

Rückschläge

Einen großen Rückschlag hatte der Bau zu verzeichnen. Um vier Monate verzögerte sich die Fertigstellung, weil die Firma, die den Fußboden liefern sollte, in die Insolvenz ging. Die Mönchsgemeinschaft, die der Bauherr ist, fühlt sich von den Geschäftsführern hintergangen: „Kurz vorher waren sie hier und bestätigten, dass alles wie geplant läuft.“ Im gleichen Atemzug schließt Pater Werner ein Lob für die heimischen Firmen an. „Die haben viel Verständnis gezeigt und ausgezeichnet zusammengearbeitet.“