Immer mehr Väter gehen in Elternzeit

Meschede..  Der Trend geht nach oben: Seit Einführung des Elterngeldes im Jahre 2010 steigt im Hochsauerlandkreis der Anteil der Väter, der Elternzeit beansprucht. Lag zu Beginn der Elterngeld-Regelung der Anteil der Väter bei nur 14 Prozent, so erhöhte sich dieser im Laufe der folgenden Jahre stetig: 2011: 14,5 Prozent, 2012: 15 Prozent, 2013: 17,4 Prozent. Das Jahr 2014 verzeichnet den bislang höchsten Wert der Elterngeld-Bewilligungen für Väter: 23,8 Prozent.

Mindestens 300 Euro

Elterngeld kann nach den augenblicklich geltenden Bestimmungen in den ersten 14 Lebensmonaten in Anspruch genommen werden. Ein Elternteil kann mindestens für zwei Monate (Mindestbezugszeit) und höchstens für zwölf Monate Elterngeld in Anspruch nehmen. Es orientiert sich am bisherigen Erwerbseinkommen und beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1800 Euro im Monat.

Früher in den Beruf zurück

Für die ab 1. Juli 2015 geborenen Kinder kann neben den bisherigen Leistungen das „ElterngeldPlus“ in Anspruch genommen werden. Das „ElterngeldPlus“ richtet sich an Eltern, die früher in den Beruf zurückkehren möchten. Es berechnet sich wie das Elterngeld, beträgt aber maximal die Hälfte des Elterngeldbetrags, der Eltern ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt zustünde. Dafür wird für den doppelten Zeitraum gezahlt, d.h. ein Elterngeldmonat entspricht zwei „ElterngeldPlus-Monate“. Arbeiten sie für mindestens vier Monate in Teilzeit zwischen 25 und 30 Wochenstunden, erhalten sie ebenfalls vier zusätzliche „ElterngeldPlus“-Monate.