Im HSK: Landrat Schneider will keine „Jagd auf Jäger machen“

Ein Jäger steht während einer Treibjagd mit seinem Gewehr schussbereit am Waldrand. Früher mussten die Waidleute eine eigene Steuer für ihr Hobby zahlen. Über die Wiedereinführung einer Jagdsteuer durch die rot-grüne Landesregierung wird diskutiert.
Ein Jäger steht während einer Treibjagd mit seinem Gewehr schussbereit am Waldrand. Früher mussten die Waidleute eine eigene Steuer für ihr Hobby zahlen. Über die Wiedereinführung einer Jagdsteuer durch die rot-grüne Landesregierung wird diskutiert.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Bis zum Jahr 2013 mussten Jäger eine eigene Steuer in Nordrhein-Westfalen zahlen. Dann fiel sie weg - mit der Begründung, dass die Waidleute sich auch um Hege und Pflege kümmern. Darüber wird nun gestritten.

Meschede.. Nach Plänen der rot-grünen Landesregierung sollen die Kreise künftig selbst entscheiden, ob die Jagdsteuer wieder eingeführt wird. Landrat Dr. Karl Schneider erwartet vor Ort eine kontroverse Auseinandersetzung mit dem Thema.

Vorwürfe an Rot-Grün bei Jägerschaftsversammlung

Bei der Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft in Berge warf er der Landesregierung vor, „sich mit einem Trick aus der Verantwortung zu stehlen“. Rot-Grün versäume es, selbst eine Entscheidung herbeizuführen.

Jagdgesetz Er selbst werde nicht „Jagd auf die Jäger machen“. Aber: Schneider kündigte an, dass sich der Kreistag mit der Jagdsteuer beschäftigen werde. Anträge zur Wiedereinführung seien von den Grünen und der Sauerländer Bürgerliste bereits gestellt worden.

Der Landrat riet den Jägern, Kontakt zu den Fraktionen zu suchen, um für ihre Position zu werben. Er deutete zugleich an, dass die Jagdsteuer auch durch die Hintertür eingeführt werden könnte: Beim Hochsauerlandkreis betrug die Jagdsteuer einmal 760 000 Euro. Das wecke Begehrlichkeiten, zudem sei die Jagdsteuer für Kreise die einzige Möglichkeit eine Steuer zu erheben.

Auch der Hochsauerlandkreis braucht Einnahmen

Landrat Dr. Karl Schneider: „Auch der Hochsauerlandkreis fährt einen defizitären Haushalt und dies lässt den Schluss zu, dass die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Kommunalaufsicht auf Einnahme-Spielräume deutlich hinweisen kann, eine mögliche Steuer wieder zu erheben.“