IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Lohn

Olpe..  „Was wir fordern, ist fair, bezahlbar und zukunftsorientiert“, sagte Richard Rohnert, Tarifsekretär der IG Metall-Bezirksleitung NRW aus Anlass der Delegiertenversammlung der IG-Metall-Verwaltungsstelle Arnsberg in der Schützenhalle in Olpe. „Wir brauchen mehr Kaufkraft, Schutz vor Altersarmut sowie Zeit und Geld für Weiterbildung.“

Die Delegierten machten deutlich, dass sie sich mit ganzer Kraft für eine 5,5-prozentige Einkommenssteigerung sowie Regelungen zur Alters- und Bildungsteilzeit in den hiesigen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie einsetzen werden.

Altersteilzeit nachbessern

Richard Rohnert sagte in seinen Ausführungen weiter: „Mit Würde in Rente gehen - das muss auch für Menschen mit geringem Einkommen und geminderter Leistungsfähigkeit gelten. Und es darf nicht sein, dass berufliche Überlastung geradewegs in die vorzeitige Rente mit hohen Abschlägen führt, abgedrängt in ein Leben ohne auskömmliches Einkommen!“. Deshalb will die IG Metall die Altersteilzeit in den Tarifverhandlungen verbessern, Beschäftigte in unteren Entgeltgruppen besonders fördern und die bisher geblockte Teilzeit um gestufte Varianten ergänzen.

Mit der Bildungsteilzeit will die IG Metall einen ganz neuen Weg zur beruflichen Förderung ihrer Mitglieder sowie zur Stärkung des Industriestandorts Nordrhein-Westfalen gehen. Rohnert: „Jeder Beschäftigte braucht seine ganz eigenen Chancen um sich beruflich abzusichern und aufzusteigen. Die eigene Zukunft darf nicht allein im Ermessen des Arbeitgebers liegen. Unsere Bildungsteilzeit soll den Beschäftigten diese Zugänge mit Zeit und Geld eröffnen, ob nach der Erstausbildung oder im späteren beruflichen Leben.“

Angesichts der Verlautbarungen der Arbeitgeberseite in der letzten Zeit, warnte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Arnsberg, Wolfgang Werth, die Arbeitgeber davor, sich frühzeitig quer in den Stall zu stellen, denn nur mit konstruktiven Gesprächen und Verhandlungen könnten vernünftige Lösungen für die Arbeitnehmer und die Betriebe gefunden werden. Werth kündigte in der Versammlung an, dass der Ortsvorstand der Verwaltungsstelle sich mit der Planung, nach Auslaufen der Friedenspflicht beschäftigen wird, da bisher nicht erkennbar sei, dass bis zum Stichtag am 28. Januar ein Ergebnis gefunden werden könnte.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE