Hunderte Schüler interpretieren August Macke

Meschede.  . 700 Bilder von August Macke. Nicht aus der Hand des vor 100 Jahren verstorbenen Künstlers, sondern von Schülern aus dem Hochsauerlandkreis. Zur Erinnerung an den in Meschede geborenen Künstler richtete zum 100. Todestag das August-Macke-Kuratorium diesen Malwettbewerb aus. 27 Schulen beteiligten sich, oft ganze Schulklassen. Jetzt fand die Siegerehrung im Kreishaus Meschede statt.

In vier Alterskategorien wurden jeweils die besten drei Bilder prämiert. Einige Werke wurden auch in Gruppenarbeiten angefertigt; insgesamt zeichnete die Jury somit 40 junge Künstler aus. Die Mitglieder des Kuratoriums, Prof. Carl-Peter Buschkühle, Gabriele Schlering-Bertelsmeyer und Christiane Kellersmann, bildeten die Jury.

Die Liebe zur Farbe

Entscheidend für die Wahl der besten Bilder waren für die Juroren nicht nur die Genauigkeit des Abmalens, die Imitation des Originals. Vielmehr ging es beim Wettbewerb darum, dass sich die jungen Malerinnen und Maler die Werke Mackes zu Eigen machten, sich damit beschäftigten. Weitere Auswahlkriterien: Die Anbindung an die heutige Zeit, moderne Interpretation und die Erweckung der Liebe zur Farbe – leuchtende Farben sind ein Markenzeichen Mackes.

Miriam Peters, Preisträgerin der Klassenstufen 5 bis 7: „Ich kannte August Macke schon, bevor ich von diesem Wettbewerb gehört hatte. Letztendlich zum Wettbewerb bin ich aber durch die Schule gekommen. Dort habe ich auch die meiste Zeit an meinem Bild gearbeitet.“

Intensive Auseinandersetzung

Ziel des Malwettbewerbs war es, August Macke wieder ins Bewusstsein der Leute zu rufen: Der Expressionist, 1887 geboren, wuchs in Köln auf und fiel zu Beginn des Ersten Weltkriegs in Frankreich. Durch die intensive Auseinandersetzung der Schüler mit Mackes Werk dürfte dieses Vorhaben gelungen sein.