Hündin hat möglicherweise Rattengift gefressen

Shantie  hat möglicherweise einen Giftköder gefressen.
Shantie hat möglicherweise einen Giftköder gefressen.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Halterin sorgt sich um ihren Hund. Sie weiß nicht: Hat jemand Giftköder gelegt oder war es nur ein Unfall und rät dazu, die Hunde anzuleinen.

Meschede..  Shantie ist eine kleine Sheltie-Dame. Zurzeit kämpft sie um ihr Leben. Die Sorge ihres Frauchens ist, dass sie auf dem Weg ins Kohlwedertal einen Giftköder gefressen hat. Ob es ein bewusst gelegter Hundeköder war oder allgemein ausgebrachtes Rattengift, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Die Meschederin möchte niemanden falsch verdächtigen, aber andere Hundebesitzer warnen. „Man kann den Hund nicht frei laufen lassen.“

Mehrmals war die 29-Jährige zuletzt im Mescheder Norden hinter den Kleingärten unterwegs. „Von dort aus sind wir nur bis zur Straße gelaufen, die nach Eversberg führt“, sagt sie. Irgendwo dort hat die Hündin wahrscheinlich den Giftköder gefressen. „Normalerweise ist sie sehr vorsichtig. Kein typischer Fresshund“, sagt ihr Frauchen. „Doch wenn etwas lecker verpackt ist, würde ich für sie nicht die Hand ins Feuer legen.“ Rattengift wirkt besonders heimtückisch. Die Symptome zeigen sich erst zeitversetzt, sie zerstören schleichend die inneren Organe.

Typische Symptome

Seit Sonntag war die Hündin untypisch müde. „Ich dachte erst, sie hätte sich einen Infekt eingefangen.“ Als das Tier immer apathischer wurde und Blut mit dem Urin ausschied, fuhr die 29-Jährige zum Tierarzt. Dort erhielt die Hündin Infusionen und Medikamente. Die Ärztin konnte der jungen Frau erst mal nicht viel Hoffnung machen. Die Symptome seien typisch für Rattengift. Allerdings lasse sich das Gift nicht mit Bestimmtheit feststellen.

In Meschede hatte es im Juli 2015 zuletzt einen Anschlag auf Hunde gegeben. Im Hennepark waren damals mehrere Fleischwurststücke mit Rasierklingen ausgelegt worden. „Bei der Polizei“, so sagt Pressesprecher Ludger Rath, „sind seitdem keine Anzeigen mehr eingegangen.“ Die Meschederin bittet ums „Daumen drücken für meine Hündin“.