Hubschrauber sucht Jogger in der Ruhr bei Freienohl

Auch Hubschrauber der Polizei (hier ein Archivfoto)  war bei der Suche im Einsatz.
Auch Hubschrauber der Polizei (hier ein Archivfoto) war bei der Suche im Einsatz.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
EIn seltsames Licht im Fluss löste einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr aus – die Rettungskräfte befürchteten, einen Vermissten im Wasser zu finden.

Freienohl..  Hubschrauber kreisen in der Luft, Blaulicht an der Ruhr in Freienohl – Polizei und Feuerwehr haben in der Nacht auf Donnerstag am Rand des Flusses nach einer möglicherweise verunglückten Person gesucht. Auslöser war eine leuchtende Stirnlampe, die in der Ruhr schwamm. Gestern Mittag wurde der Einsatz beendet – ohne Ergebnis.

Ufer abgelaufen

„Das war schon ein seltsamer Alarm“, sagt Christian Berkemeier am Tag danach. Der Löschzugführer in Freienohl war mit 18 Kameraden vor Ort. Gemeinsam mit der Polizei liefen sie das aufgeweichte Ufer ab. „Das war nicht ungefährlich. Da mussten wir selbst drauf achten, dass wir nicht abrutschen.“

Am Mittwochabend um kurz vor 22 Uhr hatte sich ein Zeuge telefonisch bei der Rettungsleitstelle gemeldet. Er berichtete, dass er in der Ruhr auf Höhe des Sportplatzes in Freienohl ein Licht gesehen habe. Vor Ort fand eine Streifenwagenbesatzung der Polizeiwache Meschede schnell die Quelle des Lichtscheins: Im Wasser befand sich eine Stirnlampe, die noch eingeschaltet war und leuchtete. Ein Besitzer der Lampe war nicht auszumachen. Pressesprecher Ludger Rath: „Da wir befürchten mussten, dass möglicherweise ein Unglück dahintersteckte und ein Mensch in die winterlich-kalte Ruhr gefallen sein könnte, wurden Suchmaßnahmen eingeleitet.“ Der Bereich der Ruhr rund um die Fundstelle wurde mit Unterstützung der Feuerwehr abgesucht und ein Hubschrauber der Polizei untersuchte das Umfeld auf Spuren eines möglichen Unfalls.

Gegen 2.30 Uhr am Donnerstag brachen Polizei und Feuerwehr die Suche vorerst ab.

Bis zum Wehr im Langel

Mit aufkommendem Tageslicht untersuchte die Polizei erneut den Bereich der Ruhr – vom Sportplatz in Freienohl bis zum Wehr der Firma Linneborn im Langel mit Blick auf einen Unglücksfall. Rath: „Auch hierbei ergaben sich keine weiteren Spuren.“ Der Polizei sei auch aktuell kein Vermisstenfall aus dem Hochsauerlandkreis bekannt, der in Verbindung zu dem Fund der Stirnlampe stehen könnte.

Trotzdem bleibe der Fund rätselhaft sagt Rath. Und er hofft auf Erklärungen aus der Bevölkerung. Gleichzeitig verteidigt er den Einsatz: „Die Lampe kann noch nicht lange im Wasser gelegen haben, da sie noch leuchtete. Sie war funktionstüchtig, ist also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht einfach weggeworfen worden.“

Natürlich sei auch ein komplett anderer Hintergrund denkbar. „Solange aber die Befürchtung besteht, dass ein Mensch in Lebensgefahr sein könnte, unternimmt die Polizei derartige Suchen, da niemand ein Unglück ausschließen kann. Und in diesem Fall kommt noch die jahreszeitliche Witterung hinzu, die einen Sturz in die Ruhr zusätzlich gefährlich macht.“