HSK-Landrat Dr. Karl Schneider will erneut kandidieren
13.09.2012 | 15:59 Uhr 2012-09-13T15:59:00+0200
Meschede. Landrat Dr. Karl Schneider kann sich eine erneute Kandidatur gut vorstellen. „Ich habe viel Freude an der Arbeit. Stand heute würde ich sagen: Ja, ich trete wieder an.“ Offiziell sei seine Bewerbung noch nicht, erklärte er. Das werde vermutlich erst nach der Bundestagswahl im nächsten Jahr ein Thema, gleichwohl gebe es bereits jetzt Stimmen aus der Partei, die ihn zu einer erneuten Kandidatur ermunterten. Die Bevölkerung im Hochsauerlandkreis wird voraussichtlich 2014 zur Wahl des Landrats aufgerufen sein.
Schneider stellte klar, dass er im Fall eines Wiederantritts die gesamte Periode als Landrat erfüllen werde. Der gebürtige Gleidorfer wäre dann 62 Jahre alt, voraussichtlich wäre er für fünf weitere Jahre im Amt. „Dafür fühle ich mich stark genug, und wenn ich antrete, dann gilt: Richtig oder gar nicht“, erklärte er. Eine gesetzliche Altersgrenze für Bürgermeister und Landräte besteht nicht mehr. Schneider befürwortet eine Zusammenlegung der Wahlen von Landrat, Bürgermeistern und Stadt- bzw. Gemeinderäten – dann sei die Wahlbeteiligung und damit die Legitimation am größten.
Als größte Herausforderung für nächste Zeit nannte er den demografischen Wandel: Der Hochsauerlandkreis verliert jährlich im Schnitt 2000 Einwohner: 1000 dadurch, dass mehr sterben als geboren werden. Und die weiteren 1000 dadurch, dass mehr weg- als herziehen. Besonders junge Leute im Alter von 18 bis 25 Jahren verlassen den Hochsauerlandkreis. Anders als früher würden diese den HSK auch als ersten Wohnsitz aufgeben, um zum Beispiel an ihrem Studienort in den Genuss von Vergünstigungen zu kommen.
Der Ansatzpunkt, um sie hier zu halten oder zurückzuholen, seien Arbeitsplätze. Aus Gesprächen in Schulen weiß er, dass die jungen Leute nur die Namen von zwei, drei Arbeitgebern in der Region kennen würden; vor allem die der großen „Drei“ Martinrea-Honsel, Falke und Veltins: „Die Namen der anderen sind noch nicht in den Köpfen. Dabei haben wir so viele Mittelständler.“ Die heimischen Unternehmen müssten ihre Attraktivität herausstellen. „Wir sind der drittgrößte Wirtschaftsraum und die drittgrößte Industrieregion in Deutschland“, sagte der Landrat: „Leider wissen zu wenige Leute, was für erfolgreiche Unternehmen sich bei uns im Sauerland befinden.“ Hier seien die Arbeitgeber besonders gefordert: „Sie müssen laut sagen, dass Karrieren bei uns möglich sind.“ Das gemeinsame Regionalmarketing für Südwestfalen müsse dies ebenfalls stärker herausstellen.
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Man kann ihm nichts vorwerfen ....., bleibt deshalb die Frage: Was hat er denn gemacht?