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Falschfahrer

Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance

21.10.2012 | 19:16 Uhr
Die Unfallstelle bei Meschede.Foto: Sascha Schuermann

Meschede.   Ein 24-Jähriger hat offenbar in der Absicht, sich selbst zu töten, als Falschfahrer einen Unfall auf der A 46 verursacht. Er raste ungebremst in ein entgegen kommendes Fahrzeug, in dem ein Mann und drei Frauen saßen. Alle vier riss er mit in den Tod. Die Polizei sagt: Es wäre für ihn leicht gewesen auszuweichen.

Das ist ein Alptraum, den viele Autofahrer schon geträumt haben: Nachts auf der Autobahn, Scheinwerfer leuchten auf, kommt da einer entgegen – auf der eigenen Seite? Für vier Menschen wird dieser Horror Wirklichkeit in der Nacht auf Sonntag: Die Opfer haben keine Chance .

Das Ehepaar aus Sundern, 41 und 47 Jahre alt, eine 27-Jährige ebenfalls aus Sundern und eine 39-jährige Frau aus Meschede-Berge fahren gegen 1.40 Uhr am Sonntagmorgen in einem Skoda auf der rechten Spur der A46. Bei Enste, wo die Autobahn zu einer Kuppe ansteigt, kommt ihnen frontal ein BMW entgegen, fährt ihnen praktisch ungebremst ins Auto. Seit 1.30 Uhr hatten mehrere Autofahrer der Polizei den Falschfahrer gemeldet, doch eingreifen konnte sie nicht mehr.

Polizei: Offenbar mit Absicht

Der tödliche Zusammenprall geschieht offenbar mit Absicht, so die Polizei. Der 24-jährige Fahrer aus Sundern habe sich selbst töten und andere mitreißen wollen. „Die Unfallsituation ließ diesen Schluss relativ rasch zu“, sagt der Arnsberger Oberstaatsanwalt Werner Wolff am Sonntag: „Der Skoda fuhr rechts, der Geisterfahrer hätte auf der wenig befahrenen Autobahn ohne große Probleme auf die andere Seite ausweichen können.“

Tote bei Unfall auf A46

Stunden später ahnt man noch die Wucht des Aufpralls und die Hitze des brennenden Autos. An der Stelle, an der der BMW ausbrannte, ist der Asphalt durch die Hitzeeinwirkung weggeschmolzen, Trümmer finden sich noch meterweit sowohl auf der Unfallspur als auch auf der anderen Seite.

ADAC: rund 300 echte Falschfahrer im Jahr

„Die Wahrscheinlichkeit, je ei­nem Falschfahrer zu begegnen, ist etwa so groß wie die, vom Blitz getroffen zu werden“, sagt der Verkehrspsychologe Adalbert Allhoff-Cramer. Zwar seien täglich im Durchschnitt fünf Warnungen im Radio, aber darunter sind nach Angaben des ADAC viele falsch: wenn Autofahrer entgegenkommende Lichter nachts falsch einschätzen. Oder weil es Leute, die sich für witzig halten, auf diese Weise ins Radio schaffen: Die Warnung muss so schnell raus, dass sie praktisch kaum geprüft werden kann.

Von rund 300 echten Falschfahrern im Jahr geht der ADAC aus. Das ist fast jeden Tag einer, davon etwa die Hälfte auf Autobahnen oder Bundesstraßen. Wenn dort etwas passiert, dann fast immer mit schlimmen Folgen. Deshalb sind solche Unfälle im Bewusstsein der Autofahrer so präsent.

  1. Seite 1: Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
    Seite 2: Oft bleiben nur Indizien für Selbstmordabsicht

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Kommentare
23.10.2012
18:17
Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von gaby1958 | #19

so einen absoluten schwachsinn zu begehen, ich selber wurde als 11 jährige zur halbwaisin, es ist dieser hirnlose kopf nicht aber auch gar nicht zu verstehen, möge er in der h...e schmoren, echt und wer vorher dieses hirnlose wesen nicht orten konnte, der sei mit bestraft bis in alle ewigkeit...

23.10.2012
12:11
@ WAITKI ... ich bin sprachlos ...
von TheAllseeingEye | #18

Mit Verlaub, Waitki, aber Ihren Kommentar empfinde ich ebenfalls als eine bodenlose Unverschämtheit.

Erzählen Sie diesen sinnentleerten Unfug doch bitte mal dem 11jährigen Sohn des verstorbenen Ehepaares, oder all den anderen Angehörigen, Freunden und Bekannten der vier "Mordopfer".

Schämen Sie sich.

22.10.2012
19:12
Codemancer | #8-3
von Waitki | #17

hren Kommentar empfinde ich als eine Unverschämtheit.

Kennen Sie die Familie des Mannes der sich selbst getötet hat. Kennen Sie die den Grund der Selbsttötung.

Was ist Zb. wenn jemand Mittags beim Arzt erfährt das er ein Gehirntumor hat und sich eine Stunde später selbst tötet.

Was ist wenn ein Mensch auf eigenen Wunsch keinen Kontakt zu seiner Familie und anderen haben möchte. Wie soll man da etwas feststellen?

Und was ist mit schizophrenen Menschen. Die sind besonders Selbstmord gefährdet. Soll man die rund um die Uhr bewachen, oder präventiv weg schließen?

4 Antworten
Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von TheAllseeingEye | #17-1

Mit Verlaub, aber Ihren Kommentar empfinde ich ebenfalls als eine bodenlose Unverschämtheit.

Erzählen Sie diesen sinnentleerten Unfug doch bitte mal dem 11jährigen Sohn des verstorbenen Ehepaares, oder all den anderen Angehörigen, Freunden und Bekannten der vier "Mordopfer".

Schämen Sie sich.

Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von Codemancer | #17-2

Ja, stimmt, die Wahrheit kann weh tun und bisweilen auch unverschämt sein.

Der Grund ist hierbei irrelevant - das Ergebnis zählt allein. Alles Andere wäre vergleichbar mit "der Zweck heilig die Mittel".

Ich will hier niemanden das Recht auf Verneinung des Lebens aberkennen, dies tut unser Staat schon weitaus in einem leider zu ausreichenden Maße. Daher die erste Faustregel: Wenn ich mich umbringe, dann so, dass ich niemanden ohne seinen Willen in Mitleidenschaft ziehe.

Zu dem Punkt mit der Familie: Nennen Sie mir nur ein Beispiel, wo dies in einem stabilen familären Umfeld der Fall ist. Eine Person, deren Familie sich kümmert, wird stets Kontakt zur selbigen halten - das liegt im Sinne der Natur.

Und zu der letzten Frage: Wenn Sie für die Allgemeinheit eine Gefahr darstellen, JA... deshalb gibt es auch bei uns in Deutschland geschlossene Psychiatrien. Auch hier ist das Umfeld gefragt um für diese Person für eine ausreichende therapeutische Versorgung zu Sorgen.

Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von Codemancer | #17-3

Ja, stimmt, die Wahrheit kann weh tun und bisweilen auch unverschämt sein.

Der Grund ist hierbei irrelevant - das Ergebnis zählt allein. Alles Andere wäre vergleichbar mit "der Zweck heilig die Mittel".

Ich will hier niemanden das Recht auf Verneinung des Lebens aberkennen, dies tut unser Staat schon weitaus in einem leider zu ausreichenden Maße. Daher die erste Faustregel: Wenn ich mich umbringe, dann so, dass ich niemanden ohne seinen Willen in Mitleidenschaft ziehe.

Zu dem Punkt mit der Familie: Nennen Sie mir nur ein Beispiel, wo dies in einem stabilen familären Umfeld der Fall ist. Eine Person, deren Familie sich kümmert, wird stets Kontakt zur selbigen halten - das liegt im Sinne der Natur.

Und zu der letzten Frage: Wenn Sie für die Allgemeinheit eine Gefahr darstellen, JA... deshalb gibt es auch bei uns in Deutschland geschlossene Psychiatrien. Auch hier ist das Umfeld gefragt um für diese Person für eine ausreichende therapeutische Versorgung zu Sorgen.

Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von gaby1958 | #17-4

ehrlich gesagt, stifte einen kranz...echt und am besten gib den beknackten alle ordentlich valium, , aber soviel das die sich gefälligst nur selber umbringen......und nicht die unschuldigen noch mit reinreissen....

22.10.2012
17:26
5 Tote sind 5 zu viel
von Vuvuzela-Tuuuter | #16

Das Problem ist nicht, dass es keine Sicherheitsmaßnahmen gäbe. Wenn es Krallen in der Auffahrt gibt, wird auf der Bahn gedreht. Menschen, die mit dem Leben abgeschlossen haben, kann man nicht aufhalten. Die wollen auch keine Hilfe mehr, sonst hätten sie sie längst vorher in Anspruch genommen. Sie wollen den Tod und dabei allein sein. Es ist egal was dagegen unternommen wird. Wer einmal abgeschlossen hat und keinen Sinn mehr im Leben sieht, handelt nur noch mit dem Ziel ein Ende zu finden. Es interessiert nicht mal mehr, was anderen dabei passiert. Wir glauben alles über ihn zu wissen, aber tatsächlich wissen wir garnix. Ich will es nicht gutheißen, tatsächlich platze ich vor Zorn. Nur Vorwürfe, Schuldzuweisungen etc. sind nicht unsere Aufgabe, denn wir kennen die Hintergründe nicht. Wir sollten nur erkennen, dass das Leben ansich jeden Moment vorbei sein kann wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist, wie die vier im Skoda. Es sind 5 Tote - Das sind 5 zu viel!

22.10.2012
15:31
Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von Ruhrdream1963 | #15

Wann endlich können Lebensmüde auch in Deutschland in eine Sterbeklinik ? Wer des Lebens überdrüssig ist, soll es sich nehmen. Aber in Würde und nicht in Kanälen, Wäldern oder auf Straßen...Erst eine Beratung, dann Hilfe durch Spritze oder/ und Tablette. Kein Unbeteiligter wird mehr getötet oder verletzt...Niemand wird mehr geschockt durch Auffinden eines Erhängten oder erschossenen in Wald oder Wohnung...

1 Antwort
Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von Codemancer | #15-1

Weil wir Deutschen immer sofort mit unserer übersensiblen Ethik daher kommen.

Ich persönlich bin auch der Meinung, dass man es den Leuten ermöglichen sollte, bewusst "Ja" zum Tod zu sagen - ich denke da aber mehr an jene Menschen, die durch Alter und/oder Krankheit keine Kraft mehr haben, weiter zu kämpfen und auf diese Weise einem qualvollem Tod als "Gemüse" zu entgehen.

22.10.2012
15:05
Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von TheAllseeingEye | #14

Mein tiefes Beileid beiderseitig all denen, die durch diesen Unfall ihre Familienangehörigen (Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Enkel, Onkel, Tante, Großvater oder Großmutter) oder besten Freund(in) verloren haben.
Das ist sehr tragisch und ich kenne keine Worte die die Trauer und den Schmerz über diesen Verlustes zu mildern vermögen.

Kein Mitleid habe ich mit dem (angeblich) suizidgefährdeten BMW-Fahrer.
Meiner Meinung nach ein riesen Arsc....h!
Konnte er sein "Ding" nicht ohne die Hinzuziehung / Gefährdung / Tötung anderer "durchziehen". Mußte das sein?
Mir fehlen die Worte für solch ein feiges, dämliches und charakterloses Verhalten.

Vielleicht hätte er vorher mal nach einer für ihn harm- und schmerzlosen Selbsttötungsmethode "googeln" sollen, dann wäre das hier nicht passiert.

Und NEIN, weder habe ich Verständnis noch Mitgefühl für diesen Mörder.
Und den Täter zum Opfer (von wem auch immer) machen ... lachhaft.

"Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied" ... nicht die Anderen!

22.10.2012
15:03
Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von meinemeinungdazu | #13

Fakt ist, dass solche Fälle sehr zugenommen haben. Leider immer mit diesem traurigen Ergebnis. Auf der anderen Seite müsste unbedingt etwas für mehr Sicherheit passieren. Wenn man Techniken hat, um den Mond zu bereisen, sollte die Politik auf entsprechende Techniken drängen, die auf allen Autobahnauffahrten und Rastplätzen möglichst viele der Geisterfahrer stoppen. Auch wenn es viele Millionen Euro kosten würde, wäre das Geld besser hierzulande angelegt, als eine Kriegsführung in Afghanistan, die nichts einbringt. Ich hoffe, die Politik wird endlich wach, auch weil die Verkehrsdichte immer schlimmer wird.

22.10.2012
13:22
Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von unverstanden | #12

Das Mitgefühl und die Trauer überwiegt alles!

Allerdings sei hier doch ohne zweifel einzuräumen, dass hier ein Kraftfahrzeug zu einer Waffe umfunktioniert wurde. Es waren, gemäß des augenscheinlichenTatherganges, klare Tötungsabsichten im Spiel, mit dem tolerieren des eigenen Todes.
Auf eine klassische Art hat dieser verwirrte Mensch einen Amoklauf/-fahrt begangen, nur diesmal war die Waffe ein Auto und niemand verlang in diesem Fall die Abschaffung der Fahrzeuge noch eine Verschärfung der Verkehrsgesetzgebung.

Daher ist es für mich weiterhin unverständlich, warum Sportschützen immer wieder als potenzielle Amokläufer dargestellt werden und wie in diesem traurigen Beispiel zu sehen ist, nicht auch alle Fahrzeugbesitzer! An einem praktischen Beispiel ist eindrucksvoll und eckelig zu gleich, zu sehen, wie man alles zu einer Waffe umfunktionieren kann.

Und doch wird es die ewig Kleingeistigen nicht dazu bewegen, ihren Horizont zu erweitern!

2 Antworten
Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von WaddeHaddeDuddeDa | #12-1

Diese schreckliche Tat dazu zu verwenden Schußwaffen zu verharmlosen ist befremdend.

Horror-Unfall auf A46 durch Geisterfahrer - die Opfer hatten keine Chance
von Moderation | #12-2

WaddeHaddeDuddeDa hat vollkommen recht. Bleiben Sie bitte beim Thema.

22.10.2012
11:39
Keine Beleidigungen
von Stefan2 | #11

Können Sie bitte mal aufhören, einander zu beleidigen? Meiner Erfahrung nach kann man eigentlich jede Meinung auch zum Ausdruck bringen, ohne andere zu beleidigen.

22.10.2012
11:08
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #10

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