Hoffnung auf eine Zukunft der Reister Kirche

Foto: WP Meschede
Was wir bereits wissen
Es gibt neue Hoffnung auf einen Erhalt der evangelischen Kirche in Reiste.

Reiste..  In dem kleinen Gotteshaus könnte ein Kultur-Begegnungszentrum entstehen.

Bereits seit 2011 steht das Kirchengebäude zum Verkauf. Gemeldet hat sich seitdem lediglich ein einziger Interessent. Ein Mann, der in Gent ein Sterne-Restaurant betreibt, wollte für seinen Sohn in der Reister Kirche ein weiteres Restaurant einrichten. Vergebens: „Der Vater war begeistert, dem Sohn hat es nicht gefallen“, berichtet Pfarrer Jürgen Rademacher.

Immer größer wurde im Laufe der Zeit Rademachers Sorge, dass irgendwann der Abrissbagger anrücken muss. Aus der Ratlosigkeit heraus, sei dann aber eine neue Idee entstanden, die den Geistlichen nun wieder hoffen lässt. Als Leader-Projekt könnte ein kulturelles Begegnungszentrum entstehen. Auf die Leader-Bewerbung habe er eine Reaktion erhalten, von der er nicht zu träumen gewagt habe, sagt Pfarrer Jürgen Rademacher. „Wir sind als A-Projekt eingestuft worden“. Soll heißen: Die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende tatsächlich Geld aus dem großen Leader-Topf fließen wird, ist groß.

Kunstverein Pro Forma als Partner

Im Esloher Kunstverein Pro Forma hat die evangelische Kirchengemeinde bereits einen ersten Kooperationspartner gefunden. „Derzeit sind wir auf der Suche nach weiteren“, sagt Rademacher. Vereine oder Organisationen, die Interesse an dem Projekt haben, seien willkommen, sich zu melden.

Ausstellungen, Konzerte und Lesungen sollen nach Vorstellung Rademachers künftig in der Kirche stattfinden. Auch Workshops seien möglich. Denn: Unter der Kirche befinden sich Gemeinderäume. Bilder oder Objekte, die dort in einem solchen Workshop entstehen, könnten später oben ausgestellt werden“, sagt Rademacher.

Stimme der Landeskirche

Ob das Kirchengebäude am Ende nun doch im Eigentum der Kirche bleibt, vermag Rademacher noch nicht zu beurteilen. Ziel sei es jedenfalls, einen Träger zu finden. Bei allen anderen Alternativen habe die Landeskirche ein entscheidendes Wort mitzureden, sagt er.

Abrissbagger im Moment kein Thema

Mit einer Entscheidung darüber, ob das Leader-Projekt am Ende tatsächlich umgesetzt werden kann, rechnet Rademacher im kommenden Jahr. Der Abrissbagger jedenfalls ist im Moment zunächst kein Thema mehr. Dafür ist die Hoffnung auf ein positives Ende zu groß.

Zusätzlich zur Reister Kirche hat die Kirchengemeinde auch zwei benachbarte Grundstücke zum Verkauf angeboten. Eines ist vor wenigen Tagen veräußert worden. Darauf soll nun ein Einfamilienbaus entstehen. Das zweite Grundstück ist nach wie vor zu haben.

Wer Interesse hat, sich als Kooperationspartner an dem Projekt zu beteiligen, kann sich ans Gemeindebüro wenden. Es ist dienstags und donnerstags von 9 bis 11.30 Uhr besetzt und unter 02973/550 zu erreichen.