Höhere Kosten kommen auf die Kommunen zu

Meschede..  Der Hochsauerlandkreis muss in diesem Jahr 56,4 Millionen Euro an den Landschaftsverband zahlen. Das sind 1,3 Millionen Euro mehr als 2014. Der LWL hatte jetzt eine Erhöhung seines Umlagehebesatzes, den die 27 Kreise und Großstädte in Westfalen-Lippe zahlen müssen, um 0,2 Prozentpunkte beschlossen.

Die Erhöhung ist im HSK-Haushalt berücksichtigt gewesen. Sprecher Martin Reuther sieht eine „moderate Erhöhung, mit der der Kreis leben kann“. Letztlich sei der Landschaftsverband in der gleichen misslichen, finanziellen Situation wie der Kreis. Die Verwaltung des LWL wollte den Hebesatz ursprünglich um 0,5 Punkte erhöhen und hat nun Mindereinnahmen von 34 Millionen Euro. Die Lücke soll durch den erneuten Rückgriff auf die Ausgleichsrücklage und Sparmaßnahmen geschlossen werden. Hätte der LWL eine höhere Umlage beschlossen, wäre im Mescheder Kreishaus ein Nachtragshaushalt erforderlich gewesen.

Mitfinanzierung über den Kreis

Für 2016 und 2017 kündigt der Landschaftsverband bereits geplante Erhöhungen seiner Umlage um mindestens 0,8 Prozentpunkte an – dann kommen neue Herausforderungen auf die Städte und Gemeinden im HSK zu, die zur Mitfinanzierung über die Kreisumlage zur Kasse gebeten werden. Allein die Ausgaben für die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung machen mit 2,2 Milliarden Euro mehr als zwei Drittel des Gesamthaushaltes beim Landschaftsverband aus.