Höhepunkt der Grippe-Welle kommt erst noch

Hatschi! Die Grippe-Welle rollt - den Hochsauerlandkreis hat sie aber noch nicht ganz erfasst.
Hatschi! Die Grippe-Welle rollt - den Hochsauerlandkreis hat sie aber noch nicht ganz erfasst.
Foto: dpa
Deutschland schnieft und prustet. Die Grippe-Welle rollt. Im Hochsauerlandkreis ist die Lage dennoch nicht dramatisch – offenbar steht der Höhepunkt dieser Region noch bevor.

Meschede..  Wie sehr ein Virus gerade wütet, ist nicht ganz einfach einzuschätzen. Mediziner schauen dafür auf die Zahl der offiziell Erkrankten. „Die sind aber nur die Spitze des Eisbergs“, weiß Dr. Peter Kleeschulte, der Leiter des Kreisgesundheitsamtes. In der Statistik werden nur Patienten erfasst – wenn Ärzte im Labor haben untersuchen lassen, ob wirklich eine Grippe vorliegt. Das kommt relativ selten vor, weil der Fall meistens klar ist. Dennoch geben die wenigen offiziellen Meldungen eine Tendenz vor.

„Noch nicht so ein Problem“

15 Mal hat die Grippe demnach seit diesem Jahr im Hochsauerlandkreis zugeschlagen. Zum Vergleich: 2014 gab es eine Meldung, 2013 waren es 74 offizielle Fälle, 2014 nur 5 und 2011 – im Jahr der Schweinegrippe – 179. „Es sieht daher momentan so aus, als ob wir noch nicht so ein Problem haben“, glaubt Kleeschulte. Dass der Höhepunkt noch nicht erreicht ist, davon geht auch Anja Rapos, Geschäftsführerin des St.-Walburga-Krankenhauses Meschede, aus.

Sie berichtet dennoch von einer ganzen Reihe an Erkrankten mit Grippe, durchaus auch mit schwerem Verlauf oder auch aktuell mit Magen-Darm-Infektionen. „Unsere Stationen sind sehr voll“, sagt Rapos.

Engpass im Krankenhaus

Auch beim Personal steigen die Krankmeldungen: „Es wird schwieriger, die Schichten zu besetzen und wir müssen auch Leute aus der freien Zeit holen“, berichtet die Geschäftsführerin. Die Viren geben sich zudem hoch ansteckend: Auf einer Station des Krankenhauses liegt mit einem Schlag die Hälfte der Mitarbeiter flach.

Was hilft? „Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen“, rät Dr. Kleeschulte vom Kreisgesundheitsamt. Risikogruppen und chronisch Kranken empfiehlt er auch immer noch die Impfung gegen Grippe, auch wenn sie in diesem Jahr nicht so verlässlich hilft wie sonst. Der Leiter des Kreisgesundheitsamtes: „Besser ein gewisser Schutz als gar keiner.“

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