Himmelhoch jauchzend

Himmelhoch jauchzend erlebten damals die Jünger den Einzug Jesu in Jerusalem. Die Menschen jubelten ihm zu, breiteten Palmwedel und Kleidung aus. Es war ein Fest der Freude. Auch wir kennen solche Tage der Freude im Leben und im Laufe eines Jahres.


Da sind die besonderen Geburtstage, die Hochzeit, die Taufe der Kinder oder andere Familienfeste bei denen sich viele Menschen mit uns freuen und feiern. Ebenso kennen wir viele große Anlässe, die dem Einzug Jesu in Jerusalem ähneln. Ich denke dabei
z. B. an unsere Popstars, die gefeiert werden. Die Menschen versammeln sich an den jeweiligen Orten und jubeln ihren Stars zu. In kleinerer Form wird bei unseren Schützenfesten dem Königspaar oder an Karneval dem Prinzenpaar zugejubelt. Es sind gerade diese Feste der Freude, die unser Leben bereichern und uns für den folgenden Alltag neu rüsten. Jesus und seine Jünger erleben nach der Hochstimmung nicht einen normalen Alltag, sie erleben dagegen die schwerste Zeit, die Auslieferung, Verurteilung und Kreuzigung Jesu. Auf die Freude folgt für sie ein „zu Tode betrübt“. In dieser Spannung steht die nun beginnende Karwoche. Sie verdeutlicht uns die Spannweite der menschlichen Gefühle und des menschlichen Erlebens. Alles gehört zu unserem Leben, alle Freude, alle Begeisterung, aber auch die Trauer und der Schmerz. Bei allem geht Gott mit und trägt uns. Auch wenn es dunkel in und um uns ist, können wir im Vertrauen auf diesen mitgehenden Gott bereits den Schein der Auferstehungssonne erahnen. Lassen Sie uns diese Hochstimmung des Palmsonntags genießen, aber auch die Schwere der folgenden Karwoche aushalten, um dann die Freude und das Licht der Auferstehung zu erwarten.
Barbara Schirm, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe