Hightech-Gerät selbst begutachten

Meschede..  Es war eine Millionen-Investition, mit der das St.-Walburga-Krankenhaus vor wenigen Wochen sein langgehegtes Vorhaben verwirklichte: Anfang Dezember 2014 wurde der Linksherzkatheter-Messplatz (LHKM) aufgebaut. Jene moderne Apparatur, mit der auf Basis minimal-invasiver Techniken differenzierte Untersuchungs- bzw. Behandlungsformen der Herzkammer oder Herzkranzgefäße möglich werden (wir berichteten ausführlich). Am Donnerstag, 29. Januar, kann das im Souterrain des Hauptgebäudes installierte Hightech-Instrumentarium von der Bevölkerung besichtigt werden.

Dass die neue Anschaffung rasch auf Resonanz stieß, verdeutlichte bereits das jüngst unter der Regie von Chefarzt Dr. Daniel Gießmann noch vor der eigentlichen Inbetriebnahme des Modells initiierte Patientenforum zum Thema Kardiologie: Über die Hälfte der rund 150 Zuhörer nutzte das Angebot, zum Schluss einen Blick auf das einst mitten in der Endmontage befindliche Modell zu werfen. Der damals von etlichen Seiten laut gewordenen Bitte nach zusätzlichen Vorführungen folgt die Klinik jetzt mit der Einladung zur Extra-Präsentation.

Persönliche Fragen beantworten

Während der zwei Stunden erhalten Besucher auf Wunsch sämtliche notwendigen Hintergrund-Informationen – zur Funktion des Gerätes ebenso wie zu den damit machbaren Eingriffen. Gießmann selbst, unterstützt von Fachkräften aus seinem Team, steht als Ansprechpartner zur Verfügung, um technische Abläufe zu schildern oder persönliche Fragen der Gäste zu beantworten: Was geschieht beispielsweise, wenn die Mediziner plötzlich erkennen, dass ein Stent gesetzt werden muss? Lässt sich eine solche Implantation dann gleich mitvollziehen? Ist hierfür eine Narkose erforderlich oder reicht die lokale Betäubung aus? Überlegungen, die in dieser oder ähnlicher Weise Besucher beim ersten Lokaltermin im vergangenen November immer wieder zur Sprache brachten.

Darüber hinaus möchte Gießmann den aufwändig ausgestatteten, mitsamt der Überwachungs- und Umkleidekabinen einem herkömmlichen OP-Saal vergleichbaren Bereich auch der hiesigen Ärzteschaft vorstellen: Für die Kollegenschar aus Meschede und Umgebung findet abends ein eigener Empfang statt.

Übrigens: Eine Art symbolischen Knopfdruck als offiziellen Auftakt der Veranstaltung gibt’s ebenfalls – im Beisein von Repräsentanten aus Politik, Verwaltung, Baufirmen und Kooperationspartnern.