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Hier bleibt kein Auge trocken

22.01.2015 | 10:00 Uhr
Hier bleibt kein Auge trocken
Sie freuen sich auf hoffentlich viele Zuschauer am Freitag und Sonntag: Das Ensemble der Salweyer Schauspieler.Foto: Gudrun Schulte

Salwey.  „Kohlhiesel’s Töchter“ – diesen Film mit Lilo Pulver kennt wohl jeder. Die Laienschauspieler aus Salwey bringen es an diesem Freitag und am Sonntag auf die Bühne der Schützenhalle.

Das Sebastianfest naht – und damit auch wieder eine tolle Theateraufführung in Salwey. Diesmal sind es „Kohlhiesel’s Töchter“, die in einem flotten Drei-Akter auf der Bühne ihr Unwesen treiben.

Ein junges Ensemble

„Kohlhiesel’s Töchter“ – diesen Film mit Lilo Pulver kennt wohl jeder. Das Stück orientiert sich an der Kinovorlage. Und das Spektakel auf der Bühne ist nicht weniger schwungvoll als im Film, lustig und voller Aktion. Die beiden Hauptrollen spielen Marina und Jenny Hoffmann. Allerdings sind die zwei keine Zwillinge wie im Film, aber das ist in der Theatervorlage von Jörg Doppelreiter auch nicht so.

Doch Joachim Schulte als Spielleiter ist sehr zufrieden mit seiner Besetzung. Schon nach zwei Leseproben standen die Akteure ohne Buch auf der Bühne. Insgesamt sind 21 Laienspieler mit von der Partie. Einige spielen sogar Doppelrollen. Es sind überwiegend junge Leute. „Vor einigen Jahren war es schwer junge Leute zu finden. Jetzt ist es schwer, ältere Rollen zu besetzen“, erklärt Schulte.

Bühnenbild mit viel Liebe zum Detail

Schwer ist es auch, geeigneten Stoff zu finden. Schulte hat rund 20 Bücher gelesen, bis er sich für diese Komödie entschied. „Was mich außerdem bedrückt ist die Tatsache, dass immer weniger Salweyer zu den Aufführungen kommen. Es wäre schön, wenn unsere eigenen Leute auch die Leistung und Aufwand der Akteure honorieren würden“, wünscht sich Joachim Schulte.

Das Stück spielt in den Alpen, so verrät es die Kulisse. Wie immer ist die Bühne mit viel Liebe fürs Detail ausgestattet: Rechts oben der kleine Balkon der Pension Sonnenhang, links der Misthaufen vorm Kuhstall. Passend werden Motorradgeräusche oder Musik eingespielt. Die Technik leistet super Arbeit mit Geräuschkulisse und effektvoller Ausleuchtung. Ein Fahrrad prescht über die Bühne. Es wird getanzt, gesungen, eine Hochzeit gefeiert, auch eine handfeste Wirtshaus-Prügelei fehlt nicht. Es geht heiß zu: eine Verwechslung jagt die nächste. Mancher Verehrer und die Dorfschönheiten werden reichlich nass – eine turbulente Angelegenheit, die kein Auge trocken lässt.

Töchter sollen unter die Haube

Zum Inhalt: Die Töchter des Gastwirtes Kohlhiesel sollen unter die Haube. Doch die freche Susi sticht nicht nur mit spitzen Worten, sondern schon auch einmal mit der Mistgabel zu. Sie ist nicht gerade beliebt bei der männlichen Dorfjugend. Der Verschleiß an Personal ist enorm, denn ungehorsame Angestellte schmeißt die robuste Wirtstochter hochkant hinaus. Kein Wunder, dass die heiratsfähigen Burschen Susis sanfte Schwester Liesl bevorzugen und ihr scharenweise hinterher laufen.

Der überforderte Vater gibt eine Heiratsannonce auf, in der Hoffnung, dass sich ein männliches Wesen zur Bändigung der kratzbürstigen Tochter findet. Er ahnt nicht, dass Susi gleichzeitig Stellenangebote ausschreiben lässt. Als sich die Bewerber für die Arbeitsplätze mit den Heiratskandidaten kreuzen, wird es turbulent. Plötzlich hat die Susi mehr Verehrer als ihre beliebte Schwester. Bald ist nicht mehr klar ist, wer eigentlich um wen wirbt. Aber jeder Topf findet bekanntlich seinen Deckel, und am Schluss läuten die Kuhglocken...äh...Hochzeitsglocken.

Gudrun Schulte

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2015-01-22 10:00
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