Herausforderung Hollenmarsch

Rainer Becker, Lars Heßling und Jhony Dossen (von links) heißen die drei Erstplatzierten beim Hollenmarsch in Bödefeld.
Rainer Becker, Lars Heßling und Jhony Dossen (von links) heißen die drei Erstplatzierten beim Hollenmarsch in Bödefeld.
Foto: Anike Engels
800 Wanderer und Walker waren beim Bödefelder Hollenmarsch dabei. 166 von ihnen kämpften sich sogar über 101 Kilometer durch eine sehr nasse Nacht im Sauerland. 200 Helfer versorgten die Sportler.

Bödefeld.. Rund 800 Wanderer und Walker haben am Wochenende am Bödefelder Hollenmarsch teilgenommen. 166 von ihnen kämpften sich über 101 Kilometer durch die dunkle, kalte und zum Teil auch sehr nasse Nacht im Sauerland. Doch die Teilnehmer aus ganz Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Österreich und der Schweiz kommen gerade wegen dieser besondere Herausforderung, der schönen Strecke und der guten Begleitung durch die Organisatoren.

Bis zu 101 Kilometer lange Strecke

Rund 200 ehrenamtliche Helfer aus Bödefeld sorgten für einen reibungsfreien Ablauf. Ein großes Küchenteam belegte fast 1000 Brötchen und 2300 Brotscheiben mit jeweils 2300 Scheiben Wurst und Käse. Außerdem stärkten 350 Eier, 900 Bananen und acht Kilogramm Rosinen die Wanderer auf den 14 bis 101 Kilometer langen Strecken.

Start und Ziel war die Grundschule in Bödefeld. Als Erster erreichte sie wieder nach 14,5 Stunden Lars Heßling (37) aus Bergisch Gladbach. „Es war kalt und nass. Ich war stark motiviert, vor dem Zweitplatzierten zu bleiben. Aber jetzt hab’ ich die Faxen dicke“, sagte er bei seiner Ankunft und freute sich doch sichtbar über den ersten Platz. Ihm folgte der Niederländer Jhony Dossen (50) aus Maastricht. „Es war schwer und nass. Ich dachte, es gäbe keine Berge im Sauerland“, scherzte er und bedankte sich bei einer Teilnehmerin, die ihn mit Ersatzbatterien für seine Taschenlampe in der Nacht rettete. Dritter wurde Rainer Becker (47) aus Ense.

Frühmorgens und noch bis zwölf Uhr starteten Samstag weitere Gruppen. Zuletzt, und zum ersten Mal in diesem Jahr, eine Kindergruppe, die eine kleine Runde von fünf Kilometern zurücklegen konnte. „Diese Strecke ist zum Teil identisch mit der Strecke der Erwachsenen. So müssen die Kinder nicht die ganze Zeit am Ziel warten, sondern können vielleicht irgendwo auf der Strecke zu ihren Eltern stoßen“, erklärt Organisatorin Anna Karina Zappe. Auch wenn der Hollenlauf ausfallen musste, da nach Veränderungen im Vorstand das Team noch etwas Zeit braucht, um das hohe Niveau des Laufs wie bisher bieten zu können, kamen viele Läufer aus den Vorjahren zum Wandern.

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