Hennedamm-Hotel erweitert

Im Hintergrund entsteht das neue Gästehaus. Der Betrieb von Andreas Diemel-Kotthoff, Brigitte Kotthoff, Johannes Kotthoff und Heidi Kotthoff (von links)besteht inzwischen im 61. Jahr.
Im Hintergrund entsteht das neue Gästehaus. Der Betrieb von Andreas Diemel-Kotthoff, Brigitte Kotthoff, Johannes Kotthoff und Heidi Kotthoff (von links)besteht inzwischen im 61. Jahr.
Foto: Jürgen Kortmann
Was wir bereits wissen
Rund eine Million Euro investiert die Familie Kotthoff in den Ausbau des Hennedamm-Hotels in Meschede. Ein neues Gästehaus eröffnet zum Sommer hin, die Zahl der Betten steigt dann auf 85.

Meschede..  Das ist ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Meschede: Rund eine Million Euro investiert die Familie Kotthoff in die Erweiterung des Hennedamm-Hotels. Im Sommer wird hier ein neues, zusätzliches Gästehaus eröffnet.

Umgebaut wird dafür die alte Villa aus dem Jahr 1903, direkt neben dem Hotel gelegen – bekannt als Haus des Ruhrtalsperrenvereins, in dem einst der Talsperrenwächter mit Blick auf den Damm und das Wasser wohnte. 2005 kaufte Johannes Kotthoff das Gebäude, um sich langfristig Optionen für die Familie offen zu halten. Jetzt ist die Zeit reif (und die Zinsen niedrig), um diese Optionen auch umzusetzen. Die Außenhülle des Gebäudes bleibt stehen, es entsteht ein Anbau, innen entstehen zwölf zusätzliche moderne Zimmer – dann wird der Hotel-Komplex auf insgesamt 48 Zimmer mit 85 Betten anwachsen. Erst einmal musste eine komplett neue Elektroinstallation angelegt werden, weil die Villa ohne Anschluss ans öffentliche Stromnetz war. Um später trocken vom Hotel ins Gästehaus zu gelangen, wird eine überdachte Verbindung entstehen. Der Erdwall zur Bundesstraße bleibt erhalten und wird noch bepflanzt, er soll auch als Schallschutz dienen.

Gesellschafter des Hotels sind Johannes Kotthoff und seine Tochter Brigitte Kotthoff. Das Geschäft hier am Hennedamm verteilt sich auf drei „Schultern“, wenn man so will, sagt Brigitte Kotthoff: Jeweils ein Drittel des Geschäftes werden mit dem Restaurant, mit den Gesellschaften und mit Übernachtungen gemacht. „Meschede ist nicht das Ziel für den klassischen Urlaub“, weiß Johannes Kotthoff aus der Erfahrung mit seinen Gästen; niemand verbringe hier wochenlang seinen Urlaub. Stattdessen seien Wochenendpakete für Kurzurlauber stark nachgefragt.

Mehr Zeit ins Geschäft investieren

Sein Haus hat sich zudem einen Ruf als Tagungsort gemacht, in dem auch Parteien und Betriebsräte ihre Seminare anbieten. „Die Nachfrage nach zusätzlichen Übernachtungsmöglichkeiten ist groß“, sagt Kotthoff. Das Hotel besteht im 61. Jahr, hat 20 Mitarbeiter und wird jetzt in der dritten Generation geführt. Stärker unterstützen will Andreas Diemel-Kotthoff seine Frau Brigitte in dem wachsenden Betrieb, vor allem in den Fragen der Vermarktung und im Energiebereich – das Hotel verfügt über ein eigenes Blockheizkraftwerk. Seine Vollzeit-Arbeit als Einkäufer bei Veltins wird Diemel-Kotthoff weiter ausüben: An Zeit in den Betrieb investieren will er vielmehr die freien Momente nachher, die er bislang für seine St.-Georgs-Schützenbruderschaft opferte – wie berichtet, tritt er als Hauptmann nicht für eine weitere Amtszeit an.