Grünschnitt selbst entsorgen

Das funktioniert, wie hier zu sehen, auch in anderen Kommunen: Bürger bringen ihre Gartenabfälle selbst zum Container.
Das funktioniert, wie hier zu sehen, auch in anderen Kommunen: Bürger bringen ihre Gartenabfälle selbst zum Container.
Foto: WR
Was wir bereits wissen
Grünschnitt soll in Eslohe künftig nicht mehr eingesammelt werden. Die Gemeinde plant die Einführung eines Bringsystems. Soll heißen: Die Bürger müssten ihre Gartenabfälle künftig zum Bauhof in Bremke bringen.

Eslohe..  Der Esloher Haupt- und Finanzausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit den geplanten Änderungen bei der Abfallentsorgung beschäftigt. Diskussionsbedarf gab es in erster Linie beim Grünschnitt.

Wie bereits berichtet, soll der Grünschnitt künftig nicht mehr eingesammelt werden. Die Gemeinde plant die Einführung eines Bringsystems. Soll heißen: Die Bürger müssten ihre Gartenabfälle künftig zum Bauhof in Bremke bringen. Angedacht sind dafür acht statt wie bisher vier Termine im Jahr.

SPD-Fraktionschef Volker Frenzel regte an, nicht nur den Bauhof als Sammelstelle anzubieten. Seine Fraktion habe die Sorge, dass beispielsweise Bewohner im entfernten Cobbenrode oder Salwey ihren Grünschnitt anderweitig entsorgen könnten, weil sie den weiten Weg nicht auf sich nehmen wollen. Die SPD sieht es generell kritisch, dass der Grünschnitt künftig nicht mehr eingesammelt wird. „Was ist zum Beispiel mit nicht mobilen Rentnern“, so Frenzel.

Nachbarschaftshilfe soll greifen

Hier sieht die CDU indes keine Probleme. Wer alt und nicht mobil sei, werde seinen Garten wohl kaum selbst zurückschneiden, so CDU-Fraktionschef Dr. Rochus Franzen. Ebenso wie die FDP ist die CDU der Ansicht, dass in seltenen Ausnahmefällen sicherlich auch eine Nachbarschaftshilfe in Frage komme. Zumal, so betonte Kämmerer Michael Nemeita, mit dem neuen System zusätzlich zur 120-Liter-Tonne eine 240-Liter-Tonne angeboten würde, in der sich Gartenabfälle entsorgen ließen.

Das neue System habe nicht nur den Vorteil, dass Gartenbesitzer durch die acht angebotenen Termine wesentlich flexibler seien. Es sei auch mit deutlichen Kosteneinsparungen zu rechnen, betonten CDU und Bürgermeister Stephan Kersting unisono. Wie hoch diese Einsparungen sein werden, stehe jedoch erst nach der Ausschreibung fest. Fakt sei aber, so Christian Hermesmann von der Gemeinde: „Der jetzige Entsorgungspreis ist jenseits von Gut und Böse“.

Deutlich unter Durchschnitt

Weil an den bisherigen vier Terminen im Jahr lediglich 24 Tonnen Grünschnitt abgeholt worden seien – und damit eine deutlich unterdurchschnittliche Menge – seien 234 Euro Entsorgungskosten pro Tonne angefallen. Die Gemeinde geht davon aus, dass mit einem Bringsystem die Grünschnittmengen deutlich steigen werden.