Großbrand in Eslohe – Technischer Defekt vermutliche Ursache

Dicke Rauchschwaden ziehen aus der brennenden Scheune. Der Wind trieb den Qualm bei dem Großbrand bis in den Ort Eslohe hinein.
Dicke Rauchschwaden ziehen aus der brennenden Scheune. Der Wind trieb den Qualm bei dem Großbrand bis in den Ort Eslohe hinein.
Was wir bereits wissen
Nach dem Großbrand auf einem Bauernhof im Esloher St.-Rochus-Weg hat die Polizei erste Ergebnisse ihrer Ermittlungen bekannt gegeben. Demnach war vermutlich ein technischer Defekt im Bereich der Werkstatt die Ursache für das Feuer.

Eslohe.. Auch am Freitag war der Löschzug Eslohe noch lange an der Einsatz­stelle, um Glutnester abzulöschen. Immer wieder loderten an verschiedenen Stellen die Flammen auf. Das erschwerte die Ermittlungsarbeiten der Brandspezialisten.

Die Kripo geht davon aus, dass ein technischer Defekt im Bereich der Werkstatt die Ursache für das Feuer war. Hinweise auf eine vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung seien bislang nicht gefunden worden.

16-jähriger Zeuge alarmiert die Feuerwehr

Entdeckt hatte den Brand am Donnerstag gegen 17 Uhr ein 16-jähriger Jugendlicher, der laut Polizei zu­fällig an dem Hof vorbeigekommen war. Geistesgegenwärtig alarmierte er umgehend die Feuerwehr. Dafür zollte ihm Polizeipressesprecher Ludger Rath ein großes Lob. „Der junge Mann hat alles richtig gemacht.“ Es gebe nicht wenige, die in einem solchen Fall aus Bequemlichkeit einfach weggeschaut hätten, um möglicherweise Ärger zu vermeiden, so Rath.

Großbrand Als der Löschzug Eslohe wenige Minuten später als erster an der Einsatzstelle eintrifft, stehen Teile der riesigen Scheune bereits komplett in Flammen. Die Rauchschwaden, die der Wind im Laufe des Einsatzes bis ins Zentrum des Ortes treibt, sind bereits aus weiter Ferne zu erkennen. 150 Feuerwehrleute versuchen zu retten, was noch zu retten ist.

Die Kräfte sind nicht nur auf dem Gelände des Hofes im Einsatz, sie verteilen sich vom Anfang der Tölckestraße über hunderte von Metern bis zum Brandherd. Weil die Feuerwehr enorme Wassermengen benötigt, die aus Hydranten allein nicht entnommen werden können, müssen Schlauchleitungen von der Essel im Tal bis oben auf den Berg gelegt werden. Dort schafft es die Wehr, ein Übergreifen der Flammen auf den Kuhstall und weitere Teile der Scheune zu verhindern. Bei den Löscharbeiten wird ein Feuerwehrmann leicht verletzt.

Über den Schaden, den das Feuer angerichtet hat, konnte die Polizei noch keine konkreten Angaben machen. Nach ersten Schätzungen geht Pressesprecher Rath von einer Summe im mittleren sechsstelligen Bereich aus. Wie Rath mitteilte, gestalteten sich die Ermittlungsarbeiten zur Brandursache am Tag danach zunächst schwierig, weil Teile des Gebäudes erst gesichert und abgestützt werden mussten.

Acetylenflaschen geborgen

Zudem musste ein Experte anrücken, um die Photovoltaikanlage spannungsfrei zu bekommen. Neben der Anlage und der Löschwasserversorgung zählten auch zwei Acetylenflaschen zu den Herausforderungen dieses Einsatzes. Nach der Bergung der Flaschen, die in der brennenden Werkstatt standen, mussten sie in sicherer Entfernung 24 Stunden im Wasser heruntergekühlt werden. Erst gegen 22 Uhr konnten am Donnerstag die ersten Einsatzkräfte abgezogen werden. Die Einsatzleitung hatte Thomas Molitor - unterstützt von Kreisbrandmeister Bernd Krause.