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Henne-Öffnung

Großbaustelle ohne Probleme: Nächsten Monat ist der Deckel weg

13.09.2012 | 06:00 Uhr
Großbaustelle ohne Probleme: Nächsten Monat ist der Deckel weg
Bauleiter Rafael Czochara auf der Baustelle am neuen Henne-Steig.Foto: Jürgen Kortmann

Meschede.   Alle Baustellen-Gucker aufgepasst: Ab heute gibt es noch einmal richtig etwas zu sehen an der Henne. Und es wird noch mal laut. Der Abrissbagger rückt dann wieder an und beseitigt die letzten Übergänge über den Fluss. Bauleiter Rafael Czochara verspricht: „Spätestens Mitte Oktober gibt es freie Sicht auf die Henne. Dann ist der Deckel weg.“

Alle Baustellen-Gucker aufgepasst: Ab heute gibt es noch einmal richtig etwas zu sehen an der Henne. Und es wird noch mal laut. Der Abrissbagger rückt dann wieder an und beseitigt die letzten Übergänge über den Fluss. Bauleiter Rafael Czochara verspricht: „Spätestens Mitte Oktober gibt es freie Sicht auf die Henne. Dann ist der Deckel weg.“

Die Henne-Öffnung hat nicht nur drei Sterne als „Regionale“-Projekt bekommen. Sie steht auch bislang unter einem guten Stern. Dank des beständig guten Wetters kann der Zeitplan der Bauarbeiten dauerhaft eingehalten werden. Jetzt werden nur noch einmal Ende September vier trockene Tage hintereinander benötigt, um letzte Arbeiten an der Sanierung der Brücke zwischen Sparkasse und Tiefgarage zu erledigen. Da darf es nicht regnen.

Ab heute werden die letzten Übergänge über die Henne beseitigt.Foto: Jürgen Kortmann

Die Sanierung der Brücken im Norden an der Sparkasse und südlich an der Zeughausstraße ist in der Endphase: „Hier ist die nächsten 40 Jahre Ruhe“, versichert Czochara. In den 60er Jahren war auf die Abdichtung des Betons von oben verzichtet worden. Wasser drang ein, Salze bildeten sich, die den Beton und die Bewehrung angriffen. Jetzt ist ein Korrosionsschutz mit eingebaut: „Wir haben wieder eine gesunde Bausub-stanz.“ Am Rand der Henne, zur Straßenseite, entstehen derzeit Betonverstärkungen zur weiteren Stabilisierung der Mauer. Dazwischen werden schon Aussparungen für die Bäume gelassen, die entlang dieser Henne-Seite später gepflanzt werden sollen.

In der Zwischenzeit hatten sich die Arbeiten vor allem nach unten verlagert. So ist im nördlichen Bereich, zwischen Sparkasse und Finanzamt, bereits der 78,7 Meter lange Henne-Steig entlang des Flusses entstanden, auf dem künftig Spaziergänger flanieren sollen. Dafür freigegeben wird dieser aus Sicherheitsgründen aber erst 2013. Dann nämlich, zum Frühjahr, wird als Zugang die große Treppenanlage zwischen T-Punkt und Sparkasse endgültig fertig gestellt.

In den nächsten 14 Tagen soll der Henne-Steig auch im südlichen Bereich (85 Meter lang) vollendet sein. Hier unten am Wasser gab es auch das bislang einzige echte fachliche Problem. Denn um den Weg trocken bauen zu können, musste das Wasser abgepumpt werden. Tatsächlich stammte das nachfließende Wasser aber nicht von der Henne: Durch das Pumpen wurde der Grundwasserspiegel abgesenkt. Ein Gutachter musste erst grünes Licht für den Einsatz eines Spezial-Unterwasserbetons geben, der auch unter Wasser aushärtet.

Und was hört man so am Bauzaun? Gibt es kritische Stimmen? „Das ist die absolute Minderheit“, sagt Rafael Czochara: „Da wird dann mal der Sinn des ganzen Projektes angezweifelt.“ Ihn selbst erstaunt viel mehr, wie gelassen die Geschäftsleute am Winziger Platz mit der Riesenbaustelle umgehen: „Machen wir uns nichts vor, die haben darunter wirklich zu leiden. Aber bei den Geschäftsleuten merkt man richtig Vorfreude darauf, wenn die Henne offen ist.“

Von Jürgen Kortmann


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