„Glaubhafte Aussagen der Tochter“

Arnsberg/Eslohe..  Im Prozess gegen einen 49 Jahre alten Familienvater, der in Eslohe seine minderjährige Tochter ­mehrfach sexuell missbraucht ­haben soll, ist gestern vor dem ­Landgericht Arnsberg noch kein Urteil gesprochen worden. Nach Gerichtsangaben sollen in einem Fortsetzungstermin am 17. Juni zunächst die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gehalten und anschließend soll das Urteil der 6. Großen Strafkammer verkündet werden.

Am gestrigen fünften Verhandlungstag musste die Kammer über Beweisanträge seitens der Ver­teidigung entscheiden. Zudem stellte eine psychiatrische Sachverständige ihr Glaubwürdigkeitsgutachten vor.

Tochter als Nebenklägerin

Demnach waren die Aussagen der heute 22 Jahre alten Tochter im Zeugenstand - sie tritt im Verfahren als Nebenklägerin auf - glaubhaft. Die junge Frau hatte ihren Vater schwer belastet, geschildert, dass er sie zwischen Sommer 1999 und Februar 2007 mehrfach sexuell missbraucht haben soll.

Der 49-Jährige, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt und in ­Niedersachsen gemeldet ist, war ­bereits vor mehr als einem Jahr ­wegen schweren sexuellen Missbrauchs in sechs Fällen und sexuellen Missbrauchs in acht Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Der ­Bundesgerichtshof hatte anschließend das erstinstanzliche Urteil ­wegen eines Verfahrensfehlers aufgehoben und nach Arnsberg zurückverwiesen.