Gewaltige Abwärtsspirale auf der Obereren Ruhrtalbahn

Tunnelsanierung..  Seit Monaten warten die Freienohler auf eine Entscheidung der Bahn zur Tunnelsanierung. Nun ist die Bombe wohl geplatzt. Die Bahn hält daran fest, den Glösinger Tunnel und den Freienohler Tunnel eingleisig zu sanieren. Die Folgen dieser Sparsanierung haben Auswirkungen über mehrere Jahrzehnte für den Wirtschaftsraum des Hochsauerlandkreises, denn ist der Tunnel erst einmal eingleisig ausgelegt, bedeutet dies eine Festschreibung auf Dauer. Für den Pendler zwischen Neheim und Meschede wird sich vielleicht nicht viel ändern.
Betrachtet man die Strecke aber von ihren Endpunkten, nämlich Dortmund, Hagen, Kassel und Winterberg her, so stellt man fest, dass die Obere Ruhrtalbahn eine wichtige Verbindung zu überregionalen und internationalen Strecken, einschließlich des ICE-Netzes darstellt.


Fahrplanänderungen an diesen Strecken wirken sich zwangsläufig auch auf die Fahrpläne der Oberen Ruhrtalbahn aus. Es ist nicht auszuschließen, dass Begegnungspunkte dann auf den künftig eingleisigen Streckenabschnitt zwischen Oeventrop und Freienohl fallen. Die Folge sind Wartezeiten oder Ausdünnung des Fahrplans.


Die eingleisige Tunnelsanierung löst eine gewaltige Abwärtsspirale bei der Auslastung der Strecke aus. Was würden wir sagen, wenn es der Straßenbauverwaltung einfiele, die Ruhrbrücken in Oeventrop und Freienohl auch nur noch einseitig zu sanieren oder die Scherse nur einstreifig befahren zu lassen. Soll der HSK wirtschaftlich abgeschnitten werden oder setzt die Bahn auf die Straße? Wir können diese Planung im Interesse der Region nicht hinnehmen und fordern unsere politischen Vertreter auf allen Ebenen auf, ihren Einfluss geltend zu machen.
Manfred Schröer, Vorsitzender SPD OV Freienohl