Gerd Rauch macht Aar mit dem 106. Schuss den Garaus

Kückelheim..  Es war ein schnelles Gefecht. Schon nach einer Stunde stand der neue König der St.-Hubertus-Bruderschaft Kückelheim fest. Gerd Rauch hatte sich erst um 10 Uhr überlegt, dass er um den Aar mitkämpfen wollte.

Nachdem er seine Frau Magdalena gefragt hatte, ob sie gerne Königin werden wolle und diese bejahte, schritt der 64-Jährige zur Tat. Der Immobilienmakler, der in Sundern arbeitet, lieferte sich einen fast pausenlosen Wettkampf mit den Mitbewerbern Thorsten Schmidt und Herbert Kampmann.

Mit dem 106. Schuss holte der begeisterte Musiker (Trompeter), Tennisspieler und Fußballfan Rauch den Vogel aus dem Kugelfang. „Ich war der schlechteste Schütze“, so Rauch, „aber ich hatte Glück.“ Partnerin Magdalena Hoke, sie ist Yoga-Lehrerin in Eslohe, war besonders glücklich, weil sich die beiden auf den Tag genau vor 25 Jahren kennenlernten, natürlich auf dem Schützenfest. Mit dem neuen Königspaar freuen sich die erwachsenen Kinder Sandra, Carsten, Christian und Matthias.

Ehrungen des Kreisvorstands

Der erste Höhepunkt des Schützenfestes waren die zahlreichen Ehrungen am Mittwochabend. Zunächst wurde Thomas Kemper für 25 Jahre Kreiskönig durch den Kreisvorstand geehrt.

Die höchste Ehrung erfuhr dann der erste Vorsitzende des Vereins, Martin Wiese-Wagner. Er bekam aus der Hand von Kreisoberst Addi Grooten den Orden für hervorragende Verdienste des SSB. Wiese-Wagner trat 1979 in die Bruderschaft ein. 1990 bis 2002 war er Beisitzer im Vorstand. 2002 bis 2008 bekleidete Wiese-Wagner das Amt des Königsoffiziers. 2006 war er König in Kückelheim und seit 2008 ist er Vorsitzender des Vereins. 1995 erhielt er den Orden für Verdienste und 2003 für besondere Verdienste. „Dein wichtigstes Projekt in der bisherigen Karriere war sicherlich die Einführung der Ehrenamtskneipe anstelle der geschlossenen Dorfkneipe. Hier hast du dich für deine Gemeinde herausragend verdient gemacht, indem du auch überregional ein wirkliches Vorzeigeprojekt initiiert und durchgeführt hast und du bist immer für die Schützenbrüder ein kompetenter Ansprechpartner“, so Grooten. In Wiese-Wagners Amtszeit fallen außerdem die Verpflichtung einer neuen Festmusik, eines neuen Festwirts, Baumaßnahmen und Renovierungen, eine neue Satzung und die konstante Verjüngung des Vorstands.