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Missionarin auf Zeit

Gemischte Gefühle vor dem Start ins Abenteuer

01.08.2013 | 11:11 Uhr
Gemischte Gefühle vor dem Start ins Abenteuer

Ostwig. Im Süden Boliviens, im Departamento Potosí, liegt das beschauliche Städtchen Tupiza. Dort, inmitten einer malerischen Landschaft, aber auch einer extremen Armut, wird die 19-jährige Ostwigerin Ina Willmes ihren Traum ausleben - mit dem Abi in der Tasche hinaus in die große, weite Welt zu reisen, um neue Erfahrungen zu sammeln und etwas Gutes zu tun.

Als Missionarin auf Zeit (MaZ) der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel wird die Abiturientin im Heim „Hogar de Niños María Imaculada“ arbeiten und leben.

Im Gespräch mit unserer Zeitung blickt die Ostwigerin voller Vorfreude, aber doch auch mit einem mulmigen Gefühl in die Zukunft – denn bereits am 7. August beginnt das große Abenteuer, zu dem sie mit einer weiteren Missionarin aufbrechen wird.

Urlaub oder Arbeit?

Im Vordergrund meiner Reise nach Lateinamerika steht die Arbeit in der sozialen Einrichtung der Ordensgemeinschaft. Im Heim werde ich mich Tag für Tag um Kinder und Jugendliche kümmern, die Waisen sind oder aus sozial schwachen oder problematischen Familienverhältnissen stammen – sei es bei der der Freizeitgestaltung oder der Hausaufgabenbetreuung. Hin und wieder werde ich aber auch die Möglichkeit haben, durch Bolivien zu reisen und andere Orte zu sehen.

Leidenschaft oder Zeitüberbrückung?

Ich denke, dass man so eine Möglichkeit nicht oft im Leben bekommen wird. Die Zeit nach dem Abitur ist dafür der ideale Zeitpunkt - man befindet sich ja sowieso in einer gewissen Aufbruchstimmung. Andererseits war ich mir nicht sicher, welcher Studiengang der richtige für mich ist: Ökotrophologie oder Grundschullehramt? Der Bolivienaufenthalt wird diese Wahl sicherlich stark beeinflussen.

Heimweh oder Fernweh?

Ein Jahr wird wahrscheinlich schneller vorbei gehen, als ich mir das vorstelle. Ich habe mich ja bewusst dafür entschieden, an so einem sozialen Projekt im Ausland teilzunehmen: Ich will etwas von der Welt sehen, andere Kulturen kennen lernen und erleben, wie eine solche Reise die Persönlichkeit beeinflussen kann. Besonders werde ich natürlich meine Freunde und meine Familie vermissen, aber den Kontakt mit der Heimat werde ich über das Internet halten.

Sauerkraut oder„picante de pollo“?

Ich bin immer offen für neue Dinge. Aus Erzählungen weiß ich, dass dort oft mit Kartoffeln und Reis gekocht wird, große Mengen an Gewürzen kommen wohl auch zum Einsatz. Auf diese vielleicht fremden Gepflogenheiten freue ich mich besonders. Das macht den Reiz dieses Aufenthalts aus – zu sehen, wie sich das alltägliche Leben von dem in Deutschland unterscheidet.

Angst oder Vorfreude?

Zurzeit habe ich ein gemischtes Gefühl. Durch die vielen Vorbereitungsseminare sind aber die Vorfreude und Neugierde gewachsen, ich kann es kaum abwarten, dass die Reise endlich beginnt. Aufregung ist sicherlich immer dabei: Wird alles so verlaufen wie ich mir das vorstelle? Komme ich mit der Sprache zurecht, die ich erst neu lernen musste? Werde ich dort ankommen und mich einleben? Auch wenn ein Kulturschock zunächst nicht ausbleiben wird, so weiß ich immer, dass mir die Schwestern in Bolivien zur Seite stehen und sich bei Problemen um mich kümmern werden.

Christisan Péus

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2013-08-01 11:11
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