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Ganz Meschede ist eine große Schatzkiste für Geocacher

16.10.2012 | 12:00 Uhr
Ganz Meschede ist eine große Schatzkiste für Geocacher
Jeder kleine Punkt auf der Karte Geocaching.com steht für einen versteckten Schatz.Foto: Privat

Meschede.  Geocaching macht nicht nur viel Spaß, man lernt auch Ecken kennen, von denen man vorher nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Volker Bohn ist begeisteter Geocacher - und hat schon fast alle Schatzverstecke im Mescheder Stadtgebiet entdeckt.

Am Rande des Sinnepfads, auf allen Bergen im Umkreis, auf den Wegen rund um den Hennesee und sogar auf dem Ehrenfriedhof zwischen Meschede und Eversberg - ganz Meschede ist eine riesige Schatzkiste. Vorausgesetzt man hat ein GPS-Gerät, rätselt gern und wagt sich auch an steile Anstiege oder ungewöhnliche Herausforderungen. 2009 hat Volker Bohne die Leidenschaft fürs Geocaching gepackt. Für den 47-Jährigen das ideale Hobby: „Ich bin draußen, Geocaching kann man allein, mit der Familie oder mit Freunden zu jeder Tages- und Nachtzeit machen. Und das weltweit.“

Start am Computer

Doch starten muss Volker Bohne am Computer. Dort öffnet er die Seite www.geocaching.com, gibt den gewünschten Ort ein und zieht sich dann in einem Umkreis von etwa zehn Kilometern die Karten mit den Schatzverstecken und deren Koordinaten auf sein GPS-Gerät.

An rund 100 Stellen - allein im Stadtgebiet - sind die so genannten Caches versteckt, der Mescheder hat sie fast alle schon entdeckt. „Für mich ist der Weg das Ziel“, sagt er. Hierbei lernt der gebürtige Olper Ecken kennen, „die ich sonst nie gesehen hätte.“

Jedes einzelne Versteck wird auf www.geocaching.com offiziell angemeldet und nur freigegeben, wenn es bestimmte Kriterien erfüllt. „Zum Beispiel dürfen Schätze nicht auf privaten Grundstücken oder zu nah aneinander liegen“, erklärt Volker Bohne.

Fantasievolle Namen

Schon die Namen sind fantasievoll: „Hol die Q vom Eis“ „Hochspannung - wkmes sucht den Hundertsten“, „Ein Döschen für Anni“, „Men are Welcome - gez. die Schwarze Witwe.“

Es gibt Schätze, die sind so klein wie Telefonwanzen des Geheimdienstes und andere, die liegen in Boxen groß wie Schuhkartons. Manche sind leicht zu finden, weil sie sich allein aus den Koordinaten ergeben und andere, für die man erst kniffelige Rätsel oder Geheimsprachen lösen muss. Und während die meisten Verstecke an ausgewiesenen Wanderwegen oder in Meschedes Innenstadt liegen, gibt es auch welche, für die man klettern oder sich sogar am Lörmecketurm abseilen muss.

Nachts am Hennesee

„Am Randweg des Hennesees gibt es einen Cache über mehrere Stationen (ein sogenannter Multi-Cache), den findet man nur nachts, weil die Hinweise mittels Reflektoren an den Bäumen angebracht sind“, berichtet Volker Bohne. Manchmal sind diejenigen, die Dinge verstecken echte Spezialisten. Ein besonders ausgefuchster Tüftler gab in seinem Cache im Raum Menden einen coolen Hinweis, fand Bohne: „Da musste ich mich mit dem Auto an eine Laterne stellen, sollte nicht aussteigen, aber das Radio auf eine bestimmte Frequenz einstellen.“ Über einen kleinen Sender erhielt er von dort den nächsten Hinweis aus der gegenüberliegenden Garage.

Neben den sportlichen und kniffeligen Herausforderung fasziniert Volker Bohne, dass man „unheimlich viel lernt“. Denn wer den Cache versteckt, der gibt auch oft geologische oder historische Informationen zum Fundort.

Heimatkunde

Das hat auch der Mescheder bei einem seiner Verstecke auf dem Ehrenfriedhof im Mescheder Norden gemacht. „Viele fahren dort einfach vorbei. Ich wollte, dass die Leute auch wahrnehmen, dass dort überhaupt so eine Gedenkstätte existiert und um was für einen Friedhof es sich handelt.“

Dass diese Arbeit honoriert wird, findet sich auch im Logbuch, das zu jedem Versteck gehört. Dort tragen sich die Finder mit Datum ein, je nach Platz schreiben sie dort und im Internet oft noch mal kurz auf, wie ihnen der Schatz gefallen hat.

„Reise durch die ganze Welt!“

Wirkliche Schätze sind es übrigens nicht, manchmal liegt ein kleiner Schlüsselanhänger oder nur ein Spielzeug - wie im Überraschungseiern - in dem Versteck.

Besonderes registriert sind sogenannte Travelbugs bzw. Coins, die man tauschen darf. Die haben dann sogar bestimmte Aufgaben wie z.B. „Reise durch die ganze Welt“ oder „Besuche den Nordpol und komm wieder nach Hause“. Die tauscht man und legt sie in einem nächsten Cache wieder ab. Natürlich nicht ohne das Ganze im Internet zu registrieren, damit der Besitzer die Reise auch verfolgen kann. So hat manches Tauschobjekt schon viele tausend Kilometer Reise hinter sich gebracht bevor es wieder in dem Schoß des Besitzers landet.

Ute Tolksdorf



Kommentare
16.10.2012
15:53
Ganz Meschede ist eine große Schatzkiste für Geocacher
von tony_m | #1

Na, wann kommt der Aufschrei der Community?
Geocaching in der Presse. Um Gottes Willen!

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