Gäste sollen ab Juli mehr Kurbeitrag zahlen

Foto: Dirk Bauer
Was wir bereits wissen
In der Gemeinde Eslohe soll ab 1. Juli der Kurbeitrag erhöht werden.

Eslohe.. Eine Entscheidung darüber trifft der Rat in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag. Folgt er der einstimmigen Beschlussempfehlung des Wirtschaftsförderungsausschusses, werden künftig 2 Euro, statt wie bisher 1,25 Euro pro Person und Aufenthaltstag fällig.

Einstimmigkeit im Ausschuss

Wer aus beruflichen Gründen in der Gemeinde übernachtet, wird auch künftig keinen Kurbeitrag zahlen müssen. Einen entsprechenden Antrag hatte die FDP gestellt - der Ausschuss stimmte einstimmig zu. Ursprünglich war in der Neufassung der Kurbeitrags-Satzung vorgesehen, nur noch Personen vom Beitrag zu befreien, die zu Ausbildungszwecken in Eslohe übernachten.

„Damit sinken nun zwar die Einnahmen bei den Kurbeiträgen, aber so ist es sachbezogener“, betonte FDP-Fraktionschef Thorsten Beuchel. Zudem steige damit sicherlich die Akzeptanz bei den Übernachtungsbetrieben. CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Rochus Franzen sieht das ähnlich: „Der Beitrag wird für Leistungen erhoben, die Gäste, die berufsbedingt in Eslohe übernachten, ohnehin nicht nutzen“. Also sei eine generelle Befreiung für berufliche bedingte Übernachtungen im Kurgebiet konsequent und sinnvoll.

Anders geplant

Die touristischen Gremien in Eslohe und Schmallenberg hatten sich bereits in der Vergangenheit mit der Neufassung der Kurbeitragssatzung befasst. Sie waren eigentlich zu dem Ergebnis gekommen, keine Befreiung bei berufsbedingten Übernachtungen vorzusehen. Zuletzt hatte der Verkehrsverein Schmallenberger Sauerland, dem auch die Esloher Verkehrsvereine angehören, in seiner Mitgliederversammlung die Belastung von Geschäftsreisenden mit einer Kurtaxe diskutiert und einstimmig bei zwei Enthaltungen eine entsprechende Satzungsregelung beschlossen, nach der auch Geschäftsreisende zur Kasse gebeten werden sollen. Bei der Versammlung waren laut Gemeinde Vertreter aller Esloher Verkehrsvereine anwesend.

Dass der daraufhin formulierte Satzungsentwurf zumindest in Eslohe nun noch einmal geändert wird, hängt auch mit Gesprächen zusammen, die die FDP zuletzt mit Inhabern von heimischen Beherbergungsbetrieben geführt hatte. Darin sei deutlich geworden, dass die Inhaber eine beruflich bedingte Beitragsbefreiung befürworten.