„Für die Stadt packen alle mit an“

Schmallenberg..  Am Valentinstag bedachten in Schmallenberg nicht nur verliebte Paare einander. Auch dem Stadtpatron, dem heiligen Bischof Valentin, gedachten viele Schmallenberger in einer heiligen Messe in der St.-Alexander-Kirche. Bis an die große Eingangstür standen die Besucher und lauschten Dechant Georg Schröder und der Musik des Schmallenberger Männerchors 1884 sowie des Blechbläserensembles Cornetto Forte unter der Leitung von Hubertus Schulte.

Zu Ehren des heiligen Valentin

Alfons Brüggemann, Vorsitzender der Bezirksvertretung Schmallenberg, begrüßte die Bürger nach der Messe im Alexanderhaus. Er freute sich über die große Beteiligung. „Sie bestärkt uns darin, wie wichtig es ist, Traditionen zu wahren“, sagte Brüggemann. Seit 1716 wird der heilige Bischof bereits als Stadtpatron von Schmallenberg verehrt.

Rückblick des Bürgermeisters

Und dabei ist Schmallenberg, so wie wir es heute kennen, erst 40 Jahre alt, wie Bürgermeister Bernhard Halbe mit Bezug auf die Neugliederung der Gemeinden und Kreise im Jahr 1975 erzählte. In der Zeit sei viel passiert. „Wir haben die gewerbliche Entwicklung stärker gefördert, als das vor 40 Jahren geplant war. So ist es hier sehr bunt geworden. Auch das ehrenamtliche Engagement trägt dazu bei – es prägt unser Miteinander sehr. Für eine gute Stadtentwicklung packen hier alle an“, sagte Halbe. Sichtbar sei das aktuell am Lenneatelier und auch die im Mai stattfindende „Textile“ würde viele Kräfte lostreten.

Auch Festrednerin Beate Schmies, Leiterin des WDR-Studios Siegen, lobte das starke Miteinander im Sauerland. Sie selbst sei Sauerländerin „durch und durch“.

„Wir bekommen immer eine Rückmeldung von den Menschen aus der Region – nicht nur, wenn wir einen Ortsnamen falsch ausgesprochen haben“, so Schmies. „Immer mehr Menschen wenden sich mit ihren Problemen an uns und wir versuchen zu helfen. Es ist diese starke Heimatverbundenheit, die sogar die Sauerländer mit den Siegerländern verbindet.“

Andere Gemeinsamkeiten wie einen Kopf aus Eisen wollten die anwesenden Sauerländer aber nicht gelten lassen. Schmies verstand die Schmallenberger: Denn auch wenn man lange fort gewesen sei, so bleibe man doch „im Herzen Sauerländer“, sagte sie.