Freienohl wartet Gutachten zum Artenschutz ab

Blick auf Freienohl: In Richtung Oeventrop könnten künftig Windkraftanlagen stehen.
Blick auf Freienohl: In Richtung Oeventrop könnten künftig Windkraftanlagen stehen.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Windräder in Freienohl direkt - oder zumindest in Sichtweise aus Oeventrop - das kann in Zukunft Wirklichkeit werden.

Freienohl..  Windräder in Freienohl direkt - oder zumindest in Sichtweise aus Oeventrop - das kann in Zukunft Wirklichkeit werden. Es gibt Interessenten, private Landeigentümer sowie der Staatsforst und Investoren, die sich für den Suchraum Freienohl-West bereits gefunden haben, wie Klaus Wahle vom Fachbereich Planung und Bauordnung im Bezirksausschuss vorstellte. Allerdings müsse nun erstmal das Artenschutzgutachten abgewartet werden, das frühestens im kommenden Frühjahr vorliegt.

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Außerdem werde in Kürze über einen Windmess-Masten ermittelt, ob die Windstärke- und -dauer in dem Gebiet an der Stadtgrenze zu Oeventrop überhaupt für Windkraft ausreicht. „Eine solche Windpotenzial-Analyse verlangen die Banken“, erläuterte Wahle. Die Stadt sei mit den Investoren im regen Austausch. „Aber wir mischen uns weder in finanzielle Dinge, noch in die Standorte ein“, betonte Wahle. Auch sei es für eine öffentliche Informationsveranstaltung noch zu früh, da es noch keine klare Standortzuschreibung gebe.

Wahle erläuterte auch, dass die Stadt Arnsberg eine andere Vorgehensweise habe: Dort habe man die ehemaligen Windkraftkonzentrationszonen komplett gestrichen. Arnsberg entscheidet über jeden Einzelfall, geht aber davon aus, dass es im Stadtgebiet durch die großen Naturschutzschutzgebiete und anderer Tabukriterien gar keine Möglichkeit für Windkraftanlagen gebe. Eine Ausnahme scheint jetzt auf Oeventroper Gebiet zu liegen. Da versuche ein Projektentwickler - angrenzend an die Freienohler Flächen - zwei Anlagen ernsthaft zu planen. Wahle: „Ob, wie und wann das realisiert wird, wissen wir nicht.“

Kommune würde entschädigt

Die Stadt Meschede kam nur ins Spiel, weil der Projektentwickler wegen der Abstandsflächen eine Baulast auf Mescheder Gebiet eintragen lassen will. Dafür würde die Stadt Meschede entschädigt. Grundsätzlich wolle die Stadt dem zustimmen, so Wahle, aber erst die Planungen auf Freienohler Gebiet abwarten. Auch dass Windanlagen-Erbauer städtische Wege als Versorgungswege nutzen, damit habe die Stadt kein Problem. Das sei auch um Remblinghausen herum passiert. „In der Regel zieht die Kommune einen Mehrwert daraus“, sagte Heinz Hiegemann, Fachbereichsleiter Infrastruktur. Die Wege seien im Anschluss besser als vorher.