Frau aus Meschede fällt auf angeblichen Polizisten herein - Dreiste Betrugsmasche
27.06.2012 | 18:10 Uhr 2012-06-27T18:10:00+0200
Meschede. Es ist eine ganz besonders gemeine Masche: Ein unbekannter Mann hat am Mittwoch gegen 10.30 Uhr eine Frau aus Meschede-Berge angerufen und sich bei ihr als Polizeibeamter aus Köln ausgegeben.
Ihr Sohn, sagte er, habe in der Domstadt einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem jemand schwer verletzt worden sei. Deshalb müsse er jetzt ins Gefängnis. Dies sei nur zu verhindern, wenn schnellst möglich Geld aufgetrieben werden könne. Der Unfallverursacher könne gegen einen fünfstelligen Geldbetrag „freigekauft“ werden.
Als die Frau erwiderte, sie könne lediglich einen Teil der Summe aufbringen, erklärte der angebliche Polizist, der Verletzte sei mit dem Betrag einverstanden und werde keine Anzeige erstatten. Somit müsse der Sohn auch nicht ins Gefängnis. Ein Bruder des Verletzten wohne zufällig in der Nähe von Meschede und werde das Bargeld abholen.
"Bruder" nahm Geld entgegen
Die Frau ging unmittelbar zu ihrer Bank, hob das vorhandene Geld ab und kehrte zu ihrer Wohnung zurück. Sofort, nachdem sie wieder zu Hause angekommen war, erschien der vermeintliche „Bruder“ und nahm das Geld entgegen. Eine Zeugin, die zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung anwesend war, verfolgte den „Bruder“ noch in Richtung Ortsmitte, verlor ihn aber aus den Augen.
Polizei hofft auf Zeugenhinweise
Die Polizei fragt jetzt: Wem sind im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Berge, insbesondere im Umfeld der Straße „Am Reimberg“ aufgefallen? Wer hat gegen 11:40 Uhr einen Mann in ein Fahrzeug, das in Berge nicht bekannt ist, einsteigen und wegfahren sehen?Hinweise an die Kreispolizeibehörde in Meschede, 0291/90200.
07:41
Da hat aber jemand viel RTL-Bildungsfernsehn gesehen und sich die Meinung geBILDet...