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Finanzielle Hilfe für den Sportplatz-Bau

06.02.2015 | 11:11 Uhr
Finanzielle Hilfe für den Sportplatz-Bau
Foto: Hans Blossey

Bestwig.   Es war eine der strittigen Fragen bei den Debatten um den Gemeindehaushalt 2015: Wird es eine finanzielle Unterstützung für den Bau der Sportplätze in Bestwig und Ostwig geben?

Seit der Verabschiedung des Finanzplans am Mittwochabend (wir berichteten) steht nun fest, dass Geld fließen wird. 32 000 Euro gibt es für das Projekt des TV Germania Ostwig. Weitere 8000 Euro bekommt der TuS Velmede-Bestwig.

„Hierbei handelt es sich nur um den Bruchteil der Summen, die unsere Nachbarkommunen trotz langjähriger Haushaltssicherung in Kunstrasenprojekte stecken“, betonte Christdemokrat Clemens Voß in seiner Haushaltsrede. Mit dem Gesamtbetrag von insgesamt 40 000 Euro werde zum einen der verantwortlichen Politik zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements Rechnung getragen, zum anderen aber auch der äußerst angespannten Finanzlage der Gemeinde Bestwig.

Ganz anders hingegen sieht das die SPD: „Die Anträge des TV Germania Ostwig und des TuS Velmede-Bestwig auf die Bezuschussung der vereinseigenen Sportplätze lehnen wir aufgrund der finanziellen Situation und vor dem Hintergrund des zur Verabschiedung stehenden Haushaltssicherungskonzeptes ab“, betonte deren Fraktionschef Thomas Liedtke in seiner Rede.

„Das Geld ist einfach nicht da“

Entsprechend sah am Ende das Abstimmungsergebnis aus. Der Zuschuss für die Ostwiger wurde mit 16:10 Stimmen gewährt, der für die Bestwiger bei einer Enthaltung mit 14:11 Stimmen. Liedtke betonte, man wolle dennoch das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder hervorheben und erkenne ausdrücklich die zwei gelungenen Finanzierungsmodelle an. Die Erstellung des Sportstätten-Konzeptes sei eine wertvolle Entscheidungshilfe. „So gehören unserer Auffassung nach alle Überlegungen aus diesem Papier demnächst für Sportförderungen jedweder Art auf den Tisch“, betonte Liedtke. Ausdrücklich sehe das Sportstätten-Konzept aber auch eine Förderung im Bereich der finanziellen Möglichkeiten vor und hier gebe es für die SPD-Fraktion keinen Spielraum.

Sicherlich sei es sehr viel angenehmer, wenn Anträge auf Zuschüsse erfüllt werden könnten und man so heftige Proteste vermeiden würde. In solch einer finanziellen Lage, in der sich die Gemeinde Bestwig befinde, seien selbst aber 40 000 Euro zu viel und das müsse man auch ehrlich vermitteln. „Dieses Geld ist einfach nicht da und muss durch Kredite finanziert werden“, betonte Liedtke.

„Unfair gegenüber den Vereinen“

Christdemokrat Clemens Voß hingegen betonte, dass ein Haushaltssicherungskonzept für 2015 bereits im vergangenen Jahr, also zum Zeitpunkt, als der Rat die beiden Anträge in die Warteschleife gestellt hatte, nicht ausgeschlossen gewesen sei. „Auch aus diesem Grund wäre es aus Sicht der CDU gegenüber den Vereinen unfair, nun mit Hinweis auf die Haushaltssicherung alle Anträge abzulehnen.

Bei der Aufteilung habe die CDU die Festlegungen im Sportstättenkonzept zur Hilfe genommen. Der Kunstrasenplatz in Ostwig decke den Grundbedarf des FC Ostwig-Nuttlar ab, begründete Voß die Förderung in Höhe von 32 000 Euro. In Bestwig verhalte sich die Sachlage etwas anders, da hier der Grundbedarf bereits durch den gemeindeeigenen und finanzierten Tennenplatz abgedeckt werde. Der neue vereinseigene Rasenplatz werde jedoch aufgrund der vielen Mannschaften im TuS Velmede-Bestwig mit hervorragender Jugend- und Integrationsarbeit als qualitativ hochwertige Ergänzung angesehen.

Frank Selter

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Finanzielle Hilfe für den Sportplatz-Bau
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2015-02-06 11:11
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