Feuerwehren arbeiten zusammen

Sie arbeiten noch enger zusammen – jetzt auch bei der Feuerwehr: Eslohes Bürgermeister Stephan Kersting (links) und Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe unterzeichnen die Kooperations-Vereinbarung.
Sie arbeiten noch enger zusammen – jetzt auch bei der Feuerwehr: Eslohes Bürgermeister Stephan Kersting (links) und Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe unterzeichnen die Kooperations-Vereinbarung.
Foto: Sophia Nückel
Was wir bereits wissen
Eslohe und Schmallenberg kooperieren jetzt auch auf dem Gebiet der Feuerwehren: Beide Kommunen stellen gemeinsam einen Gefahrgutzug auf, der bei ABC-Einsätzen ausrückt.

Schmallenberg/Eslohe.. „Die Interkommunale Zusammenarbeit ist etwas, das Schmallenberg und Eslohe schon viele Jahre miteinander verbindet“, sagt Eslohes Bürgermeister Stephan Kersting. Jetzt wird diese Kooperation ein Stück weitergeführt: Beide Kommunen stellen bei ihren Feuerwehren einen gemeinsamen Gefahrgutzug aus. Der kommt bei ABC-Einsätzen zum Einsatz, wenn also atomare, biologische oder chemische Gefahren drohen. „Es sind Modelle der Zukunft, mit denen wir uns hier beschäftigen“, betont der Schmallenberger Bürgermeister Bernhard Halbe. Beide Bürgermeister unterschrieben jetzt die Kooperations-Vereinbarung.

Entfernung ist kein Problem

Der Hochsauerlandkreis verlangt, dass jede Stadt und Gemeinde einen solchen Gefahrgutzug aufstellt – entweder interkommunal oder in Eigenregie. Da Eslohe und Schmallenberg ähnliche mögliche Gefahrenpotenziale aufweisen, hat sich hier eine Zusammenarbeit angeboten. Die vom Land NRW vorgegebene Einsatzmindeststärke und Bereitschaft von 22 Kräften kann durch die Zusammenarbeit sogar doppelt erreicht werden, um den Schutz der Bevölkerung stärker zu gewährleisten und um umfangreicher im Gefahrenguteinsatz tätig werden zu können.

Der Brandschutz ist laut Angaben von Brandinspektor Marco Guntermann vom Löschzug Bad Fredeburg, auch dann gewährleistet wenn beide Wehren Einsätze parallel laufen müssten. Selbst die Entfernung der beiden Kommunen stellt kein größeres Problem dar, da durch das Kreiskonzept anfangs die örtliche zuständige Feuerwehr den Grundschutz sicherstellt und die Spezialkräfte so Zeit zum Anrücken haben.

Spezialisten tun sich zusammen

Schon jetzt stehen die Feuerwehren aufgrund des demographischen Wandels und immer weiter wachsenden Anforderungen vor einem großen Personalproblem. Die ABC-Ausbildung ist sehr zeitintensiv, was ebenfalls dazu führt, dass es nur sehr wenige Spezialisten auf diesem Gebiet gibt. Die Feuerwehr der Gemeinde Eslohe sowie die der Stadt Schmallenberg besitzen jedoch beide fachkundiges Personal, außerdem jeweils einen Gerätewagen für Gefahrengut, wodurch bei der Zusammenarbeit sowohl Wissen als auch Arbeitsmaterial ausgetauscht werden kann.

Durch die Bereitstellung von Geldern durch die Kommunen können nun schon kurzfristig wichtige und notwendige Materialen angeschafft werden: Die rund 30 000 Euro, unter anderem für weitere Schutzausrüstung, teilen sich die beiden Kommunen entsprechend ihrer Größe.