FDP fordert vernünftige Umweltpolitik

Windkraft / Leserbrief von Karl Josef Knoppik..  Am 6. Januar hat ein Bürger mit „streng ökologischer Gesinnung“ an dieser Stelle der FDP Opportunismus gegenüber den Windkraftgegnern vorgeworfen. Es will einfach nicht in den Kopf dieses Öko-Bürgers gehen, dass die FDP hier ein echtes Bürgeranliegen vorträgt.


Das kann nach seiner Meinung nur Stimmenfang sein. Eifersüchtig registriert der streng Gesonnene, dass Natur- und Artenschutz, Lärmschutz und besonders Heimatliebe und Landschaftsschutz auch Leuten der FDP ein Anliegen sein kann. Leider findet man in dem Brief keine Argumente für (oder gegen) Windkraft. Die FDP fordert eine Nutzen und Schaden für Mensch und Natur abwägende, vernünftige Umweltpolitik. Diese liberale Denkweise ist nicht neu.


Neu ist hingegen, dass zur Schau getragene Öko-Gesinnung problemlos einher geht mit gnadenloser Waldzerstörung und staatlich garantiertem Reibach für Öko-Investoren und Grundbesitzer auf Kosten der Verbraucher.


Die notwendige Abwägung von Nutzen und Schaden wird einfach verweigert. Der angestrebte Nutzen CO2-Einsparung wird mit den bisher 24 000 Windrädern nicht erreicht und niemand kann sagen, wieviele es sein müssten, bis der CO2-Ausstoß endlich sinkt. Auch das zweite Ziel, die Erschaffung einer neuen Stromversorgung wird verfehlt - Windräder bilden in egal welcher Anzahl keine sichere Versorgung.


Wo ist also der Nutzen?


Feierliche Gesinnung ist kein Nutzen. Und Leute, die sich in der Zeit von Franz-Josef Strauß zuletzt eine Meinung gebildet haben, sollten lieber mal die Augen öffnen und einen abwägenden Faktencheck für ihre Ansichten vornehmen. Es könnte nämlich sein, dass eine neue staatsnahe Industrielobby mittlerweile mit Hilfe anderer Parteien als der FDP das Land ruiniert.
Dr. Jobst Köhne, Meschede