„Fantasie als wichtige Lebenskraft wahrnehmen“

Meschede..  Schon als kleines Kind hat Angelika Bartram das Meer geliebt und gerne Geschichten erzählt. Beide Wunschträume hat sie sich erfüllt. Am heutigen Donnerstag hält sie den Festvortrag bei der Verleihung der Zertifikate der Oberstufenakademie. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Oase der Abtei. Eine große Zeit im Jahr lebt Angelika Bartram auf der kanarischen Insel La Palma. Und das Erfinden, Erzählen und Spielen von Geschichten ist ihr Beruf geworden. Ihr dritter Wunschtraum führte sie nach Meschede. „Über die Liebe“ hieß ein Vortrag, den Angelika Bartram vor Jahren in der Oase des Klosters hielt. Durch ihr Zuhause geprägt, dachte sie zunächst, sie müsse einen „richtigen“ Beruf anpeilen, fing an Medizin und Psychologie zu studieren, bis sie ihr Herz für das Kindertheater entdeckte. Daraufhin studierte sie Erziehungswissenschaften und gründete mit anderen die Theatergruppe Ömmes & Oimel, mit der sie nach Köln übersiedelte und hier ein Privattheater aufbaute: die Comedia. Damit begann ihre künstlerische Arbeit als Schauspielerin, Autorin und Regisseurin. Mit ihren Stücken und Inszenierungen entwickelte sie das Phantastische Erlebnistheater, brachte mit dem „Rotkäppchenreport“ einen speziellen Comic-Theaterstil auf die Bühne. Hier arbeitete sie auch schon mit Dirk Bach zusammen.

Sitcoms und Familienserien

In mittlerweile fast 40 Jahren hat sich Angelika Bartram mit ihrer Arbeit für Theater, Funk und Fernsehen einen Namen gemacht. Für den WDR-Hörfunk verfasste sie Hörspielversionen ihrer fantastischen Märchen. Fürs Fernsehen schrieb sie Sitcoms und Familienserien. Und bis heute liebt Angelika Bartram es - sowohl in ihren Theaterstücken und Musicals als auch in ihren Büchern - Märchen und Geschichten zu erzählen, die emotionale Entwicklungsprozesse unterstützen.

Ihr liegt Einsteins Spruch „Fantasie ist wichtiger als Wissen“ am Herzen. Und ihre Erfahrungen mit diesem Leitspruch hat Angelika Bartram in ihrem Buch „Lasst die Kinder träumen“ zusammengefasst. Darin plädiert sie dafür, Fantasie als wichtige Lebenskraft wahrzunehmen und zu fördern. Und um dieses Thema geht es auch in ihrer Festrede, die unter dem Motto steht: „Mut tut gut – Mut zur Fantasie, Mut zum Träumen, Mut dem Leben zu vertrauen.“

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