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„Unser Dorf hat Zukunft“

Eversberg und Berge eine Runde weiter

12.05.2011 | 12:00 Uhr
Eversberg und Berge eine Runde weiter

Meschede.Eversberg und Berge werden die Stadt Meschede auf Kreisebene beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vertreten. Die Jury verlieh beiden Orten Mittwochabend einen gemeinsamen ersten Platz.

Zwar seien Eversberg und Berge nur schwer miteinander vergleichbar, sagte Bürgermeister Uli Hess als Sprecher der elfköpfigen Jury. Überzeugt habe aber in beiden Orten das gleichwertig hohe Engagement der Bevölkerung. Deshalb erhielten beide den ersten Preis, verbunden mit einem Scheck im Wert von 300 Euro.

In Berge sei es beeindruckend gewesen, was die Bewohner gemeinsam geschaffen hätten, lobte Hess. Scherzhaft werde ja schon im Dorf davon gesprochen, „den eigenen kleinen Bauhof“ zu haben.

Eversberg war zum ersten Mal nach 30 Jahren - nach dem Triumph als Bundesgolddorf - wieder dabei. „Bei Ihnen wartet man nicht darauf, dass der große Geldsegen kommt, sondern da wird von unten mit Spenden und Eigenleistung so viel erreicht“, sagte der Bürgermeister.

Platz drei und 250 Euro gingen an Wennemen: Die Jury hob die „funktionierende Dorfgemeinschaft“ und die „Aufbruchstimmung, die zu fühlen war“ hervor.

Darüber hinaus gab es zwei Sonderpreise, dotiert mit 200 Euro: Visbeck erhielt ihn als Kleinod, das seinen Bestand gehalten habe. Und Heinrichsthal/Wehrstapel wurde prämiert, nicht zuletzt weil mit dem neu gegründeten Dorfverein der nächste Schritt in die Zukunft überzeugend getan worden sei.

Einen Anerkennungspreis im Wert von 150 Euro bekam Calle/Wallen: Hier sei noch Potenzial vorhanden, sagte Bürgermeister Hess. Die Jury habe in dem Ort aber mehr gemeinschaftliches Engagement vermisst: Hier sollten die Vereine mehr zusammen aktiv werden, hieß es.

Das gemeinschaftliche Engagement war dieses Mal ein Schwerpunkt bei den Bewertungen, sagte Hess: „Uns war es wichtig mitzunehmen, dass etwas ein Stückchen gelebt wird.“ Die Jury sei jedoch von allen Orten beeindruckt gewesen. Die Besichtigungen müssten eigentlich Pflichtveranstaltungen für alle Ratsmitglieder werden, fand Hess. Hier könne man hautnah erleben, wie sich politische Entscheidungen auswirkten und wie Gelder vor Ort verwendet würden.

Oliver Eickhoff

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