Eslohe gemeinsam voranbringen

Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Aus der Werbegemeinschaft und dem Esloher Wirtschaftsforum soll künftig eins werden. Die Vorstände der beiden Interessengemeinschaften bereiten derzeit eine Fusion vor.

Eslohe..  Ziel ist es, den Standort Eslohe gemeinsam weiter voranzubringen. Wir haben mit der Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Eslohe, Britta Grebenstein-Keggenhoff, gesprochen.

Wie weit sind die Vorbereitungen für den Zusammenschluss schon gediehen?

Britta Grebenstein-Keggenhoff: Wir stehen noch am Anfang, auch wenn es natürlich schon diverse Gespräche gegeben hat. Es geht im Moment in erster Linie darum, die rechtlichen Fragen zu klären. Zum Beispiel müssen ja die beiden Satzungen zu einer zusammengefasst werden.

Gibt es einen Zeitplan?

Wir haben mit dem Zusammenschluss keine Eile. Ganz im Gegenteil. Wirtschaftsforum und Werbegemeinschaft sind sich einig, hier nicht im Hau-Ruck-Verfahren vorgehen zu wollen. Wir müssen uns ja nicht auf Biegen und Brechen neu formieren. Sowohl das Wirtschaftsforum als auch die Werbegemeinschaft sind ja auch in ihrer jetzigen Form handlungsfähig. Wir wollen gewissenhaft an die Sache herangehen, damit am Ende das Beste dabei herauskommt. Denkbar ist ein Zusammenschluss noch im Laufe dieses Jahres. Ein erklärtes Ziel ist dieser Termin aber nicht.

Was versprechen Sie sich von dem Zusammenschluss?

Die Fusion bietet uns die Möglichkeit, unsere Kräfte zu bündeln. Schließlich verfolgen Werbegemeinschaft und Wirtschaftsforum im Großen und Ganzen die gleichen Interessen: Wir wollen den Standort Eslohe voranbringen. Wenn wir das künftig gemeinsam versuchen und an einem Strang ziehen, sind wir deutlich schlagkräftiger. Das ganze ist als eine Chance zu sehen.

Das klingt nachvollziehbar. Warum ist man nicht viel früher auf die Idee gekommen?

Das Wirtschaftsforum gibt es erst seit wenigen Jahren. Bereits in den Anfängen einer solchen Interessengemeinschaft über eine Fusion nachzudenken, wäre eine zu große Aufgabe gewesen und möglicherweise nicht gut gegangen. Inzwischen ist das Wirtschaftsforum gewachsen und hat eine gesunde Größe und Struktur. Nun macht eine Bündelung der Kompetenzen Sinn. Mit vereinten Kräften, aber eben auch mit vereinten Geldern, können wir gemeinsam sicherlich mehr bewegen als jeder für sich selbst.

Es gibt aber sicherlich nicht nur Gemeinsamkeiten, oder?

Natürlich ist ein Einzelhändler der Werbegemeinschaft nicht mit einem großen Unternehmen wie Ketten-Wulf zu vergleichen. Aber auch innerhalb der Werbegemeinschaft differieren die Bedürfnisse und Vorstellungen der einzelnen Betriebe aus den unterschiedlichen Branchen. Auch hier ist es eine Herausforderung, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Insofern wird sich in dieser Hinsicht also gar nicht so viel ändern. Meines Erachtens können wir als Werbegemeinschaft nur erfolgreich sein, wenn jeder mitmacht und sich zugehörig fühlt. Das heißt nicht, dass ich von jedem unserer Mitgliedsbetriebe erwarte, sich am verkaufsoffenen Sonntag zu beteiligen. Aber es wäre schon schön, wenn sich zum Beispiel auf einer Jahreshauptversammlung alle Mitglieder mit ihren Ideen einbringen würden.

Wie sieht Ihre Zukunft als Vorsitzende der Werbegemeinschaft aus, wenn der Zusammenschluss vollzogen ist?

Das lasse ich auf mich zukommen. Zuletzt habe ich mich für ein weiteres Jahr als Vorsitzende zur Verfügung gestellt, weil sich niemand anderes bereit erklärt hat, diesen Posten zu übernehmen. Ich will nicht ausschließen, dass ich auch nach einer Fusion im Vorstand weiter arbeiten werde. Mir persönlich wäre es aber ein Anliegen, wenn nach vier Jahren mal jemand anderes mit neuem Schwung an die Sache herangeht. Wie genau die Vorstandsstruktur aussehen wird, muss ja ohnehin noch geklärt werden.

Ist so etwas ehrenamtlich überhaupt noch zu schaffen?

Das ist schon schwierig. Der Vorsitz einer Werbegemeinschaft bindet viel Zeit, wenn man versuchen möchte, die Belange der einzelnen Mitglieder umfänglich zu berücksichtigen und zum Beispiel Großveranstaltungen wie den Esloher Herbst zu organisieren hat. Insofern wäre es durchaus eine Überlegung, nach der Fusion zum Beispiel jemanden anzustellen, der gegen ein Entgelt den Vorstand unterstützt. Ich könnte mir vorstellen, dass sich durch eine Fusion ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten ergeben.