Es wird mehr verloren als gewonnen

Hauptschule soll nicht mehr katholisch sein..  Beim Lesen des Artikels stellten sich mir sofort einige Fragen.
1. Warum soll die katholische Hauptschule ohne Not in eine Gemeinschaftshauptschule umgewandelt werden? 2. Wie kommen Eltern plötzlich auf die Idee? 3. Gab es begründete Anlässe, den Namen umzuwandeln? 4. Was sind die wahren Gründe für eine Umwandlung des Namens? 5. Müssen bei einer so weitreichen Entscheidung nicht auch andere Gremien eingebunden werden?


Als Religionslehrer habe ich über 30 Jahre an der katholischen Hauptschule erlebt, wie Kinder und Eltern anderer Konfessionen die religiösen Elemente unserer christlich geprägten Kultur im Schulleben aktiv mitgestaltet haben. So haben z.B. alle Schüler regelmäßig an Gottesdienstfeiern mitwirkend teilgenommen. Niemals habe ich kritische Anmerkungen von Eltern mit Migrationshintergrund erfahren. Vielmehr ging es im Religionsunterricht auch um verbindende Elemente der verschiedenen Religionen.


Über viele Jahre war der Bergriff „Katholische Schule“ ein Herausstellungsmerkmal und besonders im Schulprogramm verankert. Für viele Eltern stellte diese Ausprägung einen Grund dar, ihr Kind gerade an dieser Kath. Hauptschule anzumelden. Meinen Erachtens geht durch die Namensänderung mehr verloren, als gewonnen wird.


Fakt ist, dass durch eine eventuelle Umwandlung in eine Gemeinschaftshauptschule die Stadt Meschede die Fahrtkosten der Schüler, die die Gemeinschaftshauptschule in Freienohl besuchen möchten, nicht mehr übernehmen muss, da ja nun eine Gemeinschaftshauptschule im Schulzentrum Schederweg vorhanden ist. Ist der Kampf um Schülerzahlen also der eigentliche Grund? Paul Noeke, per E-Mail