Erste Bilanz nach Feuer im Freizeitpark Fort Fun

Nur die Hütte im Hintergrund blieb beschädigt stehen, ansonsten ist die gesamte Westernkulisse zerstört worden. Marketingleiterin Christine Schütte und Manager Andreas Sievering arbeiten aber schon an Plänen für den Neuaufbau.
Nur die Hütte im Hintergrund blieb beschädigt stehen, ansonsten ist die gesamte Westernkulisse zerstört worden. Marketingleiterin Christine Schütte und Manager Andreas Sievering arbeiten aber schon an Plänen für den Neuaufbau.
Foto: Jürgen Kortmann
Ein Schaden bis 100.000 Euro ist bei dem Feuer im Freizeitpark Fort Fun entstanden. Die abgebrannte Westernkulisse soll schon bald ersetzt werden.

Wasserfall.. Bei dem Feuer in Fort Fun ist nach Angaben der Geschäftsführung ein Schaden zwischen 50.000 und 100.000 Euro entstanden. Der ehrgeizige Plan: Schon bis zum Beginn der Sommerferien in NRW Ende des Monats soll eine neue Westernkulisse stehen.

Die gute Nachricht: Der „Santa Fé Express“ kann weiterfahren – die Schienen selbst sind, trotz der großen Hitze bei dem Feuer am Freitag, nicht beschädigt worden. Manager Andreas Sievering, früher selbst Technischer Leiter in dem Park, hat noch am Sonntag die Schienen auf mögliche Abweichungen überprüft: Spurweite und Lage sind aber unverändert, der Westernzug könnte also wieder in den Wald rollen.

Die meisten Besucher aus NRW

Offen ist die Brandursache, zu stark sind die Verwüstungen am dem Showset. Zwei Gebäudekulissen brannten völlig aus, eine dritte steht noch angekokelt da. Denkbar zum Beispiel ist, dass ein Zuschauer während der Show eine Zigarette weggeworfen hat. Der Brand ereignete sich genau zwischen zwei Aufführungen. Andreas Sievering hat sofort nach dem Feuer Kontakt mit der Muttergesellschaft, der „Compagnie des Alpes“ in Paris, aufgenommen. Sie signalisierte gleich Unterstützung beim Wiederaufbau.

So rasch es geht, soll eine neue Kulisse entstehen: „Wir sind mittendrin in einem Kreativ-Prozess. Wir haben fünf, sechs Ideen.“ Möglicherweise werde der Brand in die neue Geschichte mit eingearbeitet. Die bisherige Geschichte vom „Geheimnis der Silbermine“ jedenfalls wird nicht mehr aufgeführt. Im Fort Fun sieht man jetzt die Chance, etwas Neues umzusetzen – die bisherige Kulisse war schließlich schon mehrere Jahre alt: „Wir wären ja sonst nicht auf die Idee gekommen, hier etwas zu verändern. Da stand schließlich etwas...“

Die Sommerferien sind die wichtigste Zeit im Jahr

Das Park-Management sieht sich in der Verantwortung: Aus Umfragen weiß man, dass die Westernshow unter Besuchern die beliebteste im Fort Fun ist, betont Marketingleiterin Christine Schütte. Erstmals ist die Show deshalb nicht nur in der Hauptsaison, sondern an allen Öffnungstagen zu sehen. Da ist Eile geboten: Ende Juni beginnen in NRW die Sommerferien – „das ist der wichtigste Zeitraum im ganzen Jahr“. Aus NRW kommen 80 Prozent der Fort-Fun-Besucher, 15 Prozent aus Hessen, fünf Prozent aus den Niederlanden und aus anderen Bundesländern.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE