Ermittlungen gegen CDU-Mann Sensburg offenbar eingestellt

Wegen der Ermittlungen gegen ihn trat Patrick Sensburg als Vorsitzender der CDU im Hochsauerlandkreis zurück.
Wegen der Ermittlungen gegen ihn trat Patrick Sensburg als Vorsitzender der CDU im Hochsauerlandkreis zurück.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Die Ermittlungen gegen den CDU-Abgeordneten Sensburg sind nach dessen Angaben eingestellt worden. CDU-Kreisverband hat seinen Nachfolger gewählt.

Meschede.. Matthias Kerkhoff ist auf dem außerordentlichen CDU-Kreisparteitag in Meschede am Samstag mit 84 Prozent der Stimmen zum neuen Kreisvorsitzenden der Partei im Hochsauerland gewählt worden. Kerkhoff tritt damit die Nachfolge von Patrick Sensburg an, der seinen Rücktritt erklärt hatte, weil die Staatsanwaltschaft Berlin gegen ihn wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelte.

Die Ermittlungen seien inzwischen ohne Auflagen eingestellt worden, teilte Sensburg selbst auf dem Kreisparteitag am Samstag mit.

Wie berichtet, war Sensburg von seiner Freundin nach einem Streit im Dezember angezeigt worden. Wenig später trat der 43-Jährige von seinem Posten als CDU-Vorsitzender des Hochsauerlandkreises zurück. Zur Begründung erklärte er da, die umfangreiche Arbeit im NSA-Ausschuss und die Lösung der "im Raume stehenden privaten Vorwürfe" erforderten derzeit seine ganze Kraft.

Nachfolger Kerkhoff will zurück zu politischen Themen

Sensburg hatte Anfang Januar in der "Bild am Sonntag" eingeräumt, er sei bei dem Streit mit seiner Partnerin etwas "rabiat" vorgegangen. Das Blatt zitierte den Politiker mit den Worten: "Ich habe sie an den Armen gepackt. Sie hat sich gewehrt. Ich habe sie aus der Wohnung geschmissen." Inzwischen haben sich Sensburg und seine Lebensgefährtin nach Informationen der "Bild"-Zeitung wieder versöhnt - und sogar verlobt.

Matthias Kerkhoff ist 35 Jahre alt und gehört seit 2012 dem Landtag in Düsseldorf an. Als Kreisvorsitzender wolle er eine Rückkehr zu den politischen Themen finden, hatte er angekündigt: "Wir müssen wieder in den normalen Arbeitsmodus kommen." Für den Kreisvorstand sei die Auseinandersetzung mit den Berliner Vorwürfen gegen Patrick Sensburg "keine ganz einfache Situation". Sensburg sei, so Kerkhoff, ein guter Kreisvorsitzender gewesen „und er bleibt ein guter Bundestagsabgeordneter“. (jk)