Endspurt in der Hünenburgstraße

Die obere und die untere Hünenburgstraße: Es herrscht Endspurt auf der Baustelle.
Die obere und die untere Hünenburgstraße: Es herrscht Endspurt auf der Baustelle.
Foto: Oliver Eickhoff
Was wir bereits wissen
Die seit Langem aufwendigste Baumaßnahme der Stadt Meschede steht vor dem Abschluss: Die Sanierung der Hünenburgstraße soll am Freitag beendet sein.

Meschede.. Noch in dieser Woche sollen die wichtigsten Arbeiten an der Hünenburgstraße abgeschlossen sein. Die Anwohner sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden – allerdings wird es für sie teuer. Und um ihre Zuzahlung wird noch gestritten.

Etwa 1,5 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet. Sie war notwendig, weil die alte Böschung aus den 30er-Jahren abzurutschen drohte. Der Müllwagen konnte den oberen Teil nicht mehr befahren. Beide Fahrbahnen waren eng und teilweise schwierig zu nutzen.

Blumenkästen angebracht

Jetzt, nach eineinhalb Jahren, ist die Straße glatt, belastbar und breiter, die Böschung ist fest und begrünt. Die Anwohner haben Blumenkästen am Geländer angebracht. Für sie war die Bauphase nicht einfach: Zum Teil konnten sie ihre Häuser nicht anfahren und mussten vorübergehend durch die Gärten zu den Eingängen stiefeln. „Die Straße hat auch optisch gewonnen“, sagt Andreas Fresen, der zuständige Bauleiter von der Stadt Meschede. Auf mehr als 500 Metern musste die Böschung abgetragen und mit einem speziellen Verfahren wieder aufgebaut werden. Fresen spricht von der besten und auch kostengünstigsten Lösung.

Auf die Anwohner kommen dennoch hohe Beträge zu. Nach dem Gesetz müssen sie für die Sanierung mitbezahlen.

Bis zu 25 000 Euro müssen die Hausbesitzer nach eigenen Angaben aufbringen. 30 Prozent sollen sie im oberen und 50 Prozent im unteren Teil der Straße tragen. Gemeinsam mit dem Rechtsanwalt des Siedlerbundes klagen Anwohner vor dem Verwaltungsgericht in Arnsberg gegen die Stadt Meschede. Ihr Ziel: 30 Prozent für alle.