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Sekundarschule

Eltern lehnen Sekundarschule in Meschede eindeutig ab

04.10.2012 | 18:39 Uhr
Eltern lehnen Sekundarschule in Meschede eindeutig ab
Bürgermeister Uli Hess und Fachbereichsleiterin Gisela Bartsch bei der Vorstellung der Pläne zur Sekundarschule in Meschede.Foto: Jürgen Kortmann

Meschede.   Die Pläne für die Einrichtung einer Sekundarschule in Meschede sind klar gescheitert: Nur 43 von 199 Eltern von Viertklässlern haben sich für eine Sekundarschule ausgesprochen. Für die Einrichtung wären aber mindestens 75 Anmeldungen erforderlich gewesen. Weil die Stadt im Vorfeld der Elternbefragung das Ergebnis als bindend erklärt hatte, kann damit kein Antrag auf Einrichtung einer Sekundarschule zum Schuljahr 2013/14 gestellt werden.

Bürgermeister Uli Hess und Fachbereichsleiterin Gisela Bartsch stellten jetzt das Ergebnis vor. Sie hatten mit diesem Ausgang nicht gerechnet; Hess ist „enttäuscht darüber“. Aber: „Die Eltern haben ein klares Votum abgegeben.“ Mit diesem Ergebnis bleibt 2013 alles, wie es ist: Die Walburga-Hauptschule Meschede wird (wenn es dafür eine Sondererlaubnis gibt) einzügig eröffnet, die Hauptschule Freienohl zweizügig, die Mescheder Stahlmecke-Hauptschule wird (wie geplant) geschlossen. Hess fasst das Eltern-Ergebnis so zusammen: „Wir stehen zum konservativen dreigliedrigen Schulmodell.“ Langfristig aber sei dieses, wegen des demografischen Wandels, nicht aufrecht zu erhalten.

Die Sekundarschul-Pläne sahen eigentlich einen Verbund aus der Mescheder Haupt- und Realschule als Hauptstandort mit der Freienohler Schule als Teilstandort vor. Da die Befragung keine Mehrheit für einen Hauptstandort gibt, ist natürlich auch der Plan für den Teilstandort Freienohl gescheitert. Für einen Teilstandort wären 50 Anmeldungen nötig gewesen: Hier sprachen sich aber auch nur 49 von 114 Eltern für die Sekundarschule aus.

Grundsätzlich lehnen die Eltern die Sekundarschule nicht ab: Am Schulstandort Meschede stehen einer Gründung 94 Eltern positiv gegenüber (94 aber auch negativ), in Freienohl waren es 72 (negativ: 34). Aber sie wollen diese eben nicht für ihre Kinder: „Wir möchten nicht, dass unser Kind zum Experimentierkind wird“, hieß es in Antworten. Und ganz eindeutig: Die Eltern wollen nicht, dass ihr Kind in den gebundenen Ganztagsunterricht kommt. Offenbar wurde ihnen dies erst durch den Stundenplan deutlich, der den Eltern bei den Info-Veranstaltungen gezeigt wurde: Dieser sieht dreimal pro Woche einen Unterricht bis 15.20 Uhr vor.

Sorge um den Schulstandort Freienohl

Besonders deutlich wurde dies bei Eltern der Grundschulen Eversberg-Wehrstapel, Remblinghausen. „Es gibt ein Stadtteilgefälle hin zur Kernstadt“, so Gisela Bartsch. An den Grundschulen Berge, Wennemen und Freienohl wird die Sekundarschule nicht ganz so kritisch gesehen – womöglich mit der Sorge um den Schulstandort in Freienohl.

Im nächsten Jahr, kündigte Hess an, werde es einen erneuten Vorstoß geben. Dann sollen auch die Eltern der Eingangsklassen schon informiert werden. Außerdem lägen dann schon die ersten Erfahrungsberichte von dann gegründeten Sekundarschulen vor.

Jürgen Kortmann

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Kommentare
06.10.2012
00:14
Eltern lehnen Sekundarschule in Meschede eindeutig ab
von Dema2012 | #1

Na, das so ein Ergebnis raus kommen muss ist nicht wirklich verwunderlich!
Da heißt es Eltern müssen überzeugt werden. Wer hat denn wen wie überzeugt?
Aufkärungsarbeit - wo war die denn wirklich zu finden!
Ich habe so meine Bedenken, wenn ich die hier so äußern darf.
- Wer lehnt die Sekundarschule mehr ab, Die Eltern oder die Politik?
Ich finde, das dies auf bürokratischem Wege schon so enden mußte!
Zu einem bekamen die Eltern einem Fragebogen den sie ausgefüllt zum Infoabend mitbringen sollten. Zum anderem, standen da Antworten zum ankreuzen drin "Weiß ich noch nicht" - Ich weiß doch heute noch nicht wie mein Kind Notenmäßig in 2 Jahren steht, ich hoffe es zu wissen! Viele Fangfragen wohl gemerkt.
Zum anderem muss ich mit Verlaub anmerken, das es im Komitee, das sich den Fragen der Eltern stellte, eine Person war die a. evtl. selbst nicht richtig informiert war und b. hatte die Person scheinbar keine richtige Lust Fragen zu beantworten.
Ich selbst bin für die Sekundarschule.

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