Einweihung mit Anschauungsunterricht

Meschede..  Den Tipp für die öffentliche Besichtigung des seit acht Wochen im Einsatz befindlichen Linksherzkatheter-Messplatzes (LHKM) erhielt Franz-Josef Miederhoff von seiner Frau. Nun schlendert der Senior aufmerksam durch das Souterrain des St.-Walburga-Krankenhauses, betrachtet das Instrumentarium von allen Seiten – und horcht aufmerksam hin, was die Mitarbeiter an Einzelheiten zu berichten haben. „Toll“, sagt er, „dass unsere Stadt ein solches Gerät bekommen hat. Jetzt weiß ich wenigstens, was nach einem Infarkt zu tun ist.“

„Ein modernes Gesundheitszentrum“

Horst Wojtas, ein weiterer Besucher, denkt da ähnlich: „Ich bin erst 74“, schmunzelt er augenzwinkernd, „da kann’s nicht schaden, mich zu erkundigen.“ Neues über minimalinvasive Behandlungsarten kennenzulernen, gibt auch Pensionär Friedel Schemme, langjähriger Sanitäter im Rettungsdienst, als Grund für den Abstecher an. „Die Medizin ist und bleibt mein Metier, deshalb nutze ich jede Chance zur Weiterbildung.“ DRK-Bereitschaftsleiter Michael Schürmann ist gleich mit einer größeren Abordnung junger Mitglieder erschienen – praktischer, ausführlicher Anschauungsunterricht. So hat an diesem Nachmittag jeder der rund 70 Gäste ein ganz persönliches Motiv, um der Einladung von Chefarzt Dr. Daniel Gießmann zur Extra-Vorstellung des Hightech-Geräts zu folgen.

Dass die Millionen-Investition verdeutliche, wie sehr sich die Klinik-Verantwortlichen der Herausforderung stellen würden, „ein modernes Gesundheitszentrum mit Dienstleistungscharakter zu sein“, betonte Landrat Dr. Karl Schneider.

Die finanziellen Aufwendungen zeigten hohe Innovationsbereitschaft – zu Gunsten des Standorts. Abermals stelle das Haus unter Beweis, dass es die Entwicklung eigener Angebote „für die Menschen in der Region“ voranzutreiben verstünde. Die medizinische und pflegerische Profilierung trage dazu bei, dass die Klinik den Gesundheitssektor im Hochsauerland aktiv mitgestalte und dabei einen „wichtigen Platz“ einnehme. Schneider unterstrich nachdrücklich: Belange der ambulanten und stationären Versorgung im ländlichen Raum gehören für ihn zu drängenden Kernfragen unserer Zeit.

Um zukunftsweisende Antworten zu finden, will er deshalb Ende Februar in Meschede einen „Krankenhaus-Gipfel“ mit zahlreichen Spezialisten, Partnern, Handelnden initiieren.

Leistungsprogramm erweitert

Klaus Schmitz, der technische Leiter des Krankenhauses, erinnerte an den kontinuierlichen Ausbau der Kardiologie. Der gestatte jetzt ein „Komplett-Programm“, das den Leistungsumfang der internistischen Abteilung enorm erweitere.