Einsatz für mehr Gerechtigkeit

Bestwig..  Unter dem Thema „Aufbruch in eine gerechtere Welt“ nahmen 50 Jugendliche und junge Erwachsene am internationalen Pfingsttreffen im Bergkloster teil. Inhaltlich setzten sie sich damit auseinander, was jeder Einzelne für mehr Gerechtigkeit in der Welt tun kann.

Wie internationale Kooperationen funktionieren, erklärte zum Beispiel Inga Michels von der Katholischen Landjugendbewegung des Erzbistums Paderborn. Ihr Verband pflegt seit 20 Jahren eine Partnerschaft zu der Landjugend in Sambia. Der ägyptische Kopte Kyrollos Jacoub kam zum zweiten Mal nach Bestwig. Er wurde in seiner Heimat verfolgt: „Jetzt habe ich die Möglichkeit, im Bibeldorf in Rietberg mitzuarbeiten und Kindern und Jugendlichen aus meiner Heimat zu berichten.“

Die Teilnehmer spürten: Solche Kontakte, Verbindungen und Netzwerke helfen, die Nöte in der Welt zu verstehen und auf Veränderungen hinzuwirken. Vor allem lohnt es, das Geschehen in der Welt sensibler zu verfolgen. Und tatsächlich kann jeder Einzelne etwas tun – auch über die kritische Reflexion des eigenen Konsumverhaltens hinaus. „Gerade innerhalb der kirchlichen Strukturen und Verbände gibt es dazu gute Möglichkeiten. Diese Tage haben gezeigt, dass es lohnt, Teil dieser Kirche zu sein“, resümierte Mitorganisator Winfried Meilwes. Höhepunkt war der Pfingstgottesdienst mit dem früheren Jugendpfarrer Ullrich Auffenberg. Als Ausdruck für den Wunsch nach mehr Gerechtigkeit in der Welt wurde vor der Klosterpforte eine selbst gestaltete Fahne gehisst. Die Teilnehmerin Maike Becker sagte: „Die Tage haben Mut gemacht. Es war toll, hier eine so lebendige und positive Kirche zu erleben.“