„Einsätze dieser Art sind eine Seltenheit“

Betäubungsgewehre gehören nicht zur Ausstattung der Polizei. Wie ein Pressesprecher des Innenministeriums gestern auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, bestehe bei Einsätzen dieser Art zwar jederzeit die Möglichkeit, über die Leitstelle einen Veterinär mit einem Betäubungsgewehr hinzuzuziehen. Wenn allerdings Gefahr im Verzug bestehe, wie eben im Fall in Untervalme, scheide der Einsatz eines Betäubungsgewehres ohnehin aus. Zum einen, weil bis zur Ankunft des Veterinärs zu viel Zeit vergehe, zum anderen auch, weil das Betäubungsmittel nicht umgehend wirke.

Derzeit kein Thema

Die Ausstattung der Polizei um Betäubungsgewehre zu ergänzen, ist nach Angaben des Ministeriums-Sprechers derzeit kein Thema - unter anderem, weil sämtliche Beamte entsprechend fortgebildet werden müssten.

Wie Meschedes Polizei-Pressesprecher Ludger Rath gestern mitteilte, seien Einsätze dieser Art mit einem solchen Ende auch in einer ländlichen Region wie dem Sauerland ohnehin eher eine Seltenheit.